Prozess wegen versuchten Mordes: Vorsätzlich auf Polizeiauto mit zwei Beamten zugerast

0
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

KOBLENZ. Am 19.6. beginnt vor der 14. Strafkammer des Landgerichts Koblenz ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes gegen den Angeklagten Jörg T.

Dem 34-jährigen Angeklagten wird von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, im August 2021 nach erheblichem Alkoholkonsum nachts mit seinem PKW die B9 in Richtung Koblenz auf der Gegenfahrspur mit ausgeschalteten Schweinwerfern befahren zu haben. Als der Angeklagte sich sodann einem Polizeifahrzeug genähert haben soll, das als Straßensperre quer auf der Fahrbahn positioniert worden war, habe er beschleunigt und sei gezielt auf dieses zugefahren, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt noch zwei Polizeibeamte im Fahrzeug befunden haben sollen.

Hierbei habe es der Angeklagte, um die von ihm begangenen Verkehrsstraftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verdecken, billigend in Kauf genommen, dass es im Falle einer Kollision der PKWs zu einer Tötung der Polizeibeamten hätte kommen können. Nur durch ein Ausweichmanöver des Polizeifahrzeugs soll eine Kollision verhindert worden sein.

Erst nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei, im Rahmen derer das Fahrzeug des Angeklagten mit einem anderen eingesetzten Polizeifahrzeug kollidiert sei, soll es gelungen sein, das Fahrzeug des Angeklagten zu stoppen. Bei seiner anschließenden Festnahme soll der Angeklagte dann Widerstand geleistet haben, indem er seine Beine im Fußraum des Fahrzeugs unter dem Lenkrad verhakte und hierdurch sein Herausholen aus dem Fahrzeug erschwert habe. (Quelle: Landgericht Koblenz)

Vorheriger ArtikelHetze im Netz: Polizei greift auch in Rheinland-Pfalz durch – Haftbefehl im Raum Trier vollstreckt
Nächster ArtikelHauptfriedhof Trier: Barrierefrei und bienenfreundlich – Umfeld der Einsegnungshalle erneuert

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.