TRIER. Rund zwei Wochen hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Maßnahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) online zu kommentieren und zu bewerten. Auf der Beteiligungsplattform mitgestalten.trier.de konnten aus 17 Maßnahmen in drei Kategorien je ein Favorit gewählt werden.
Die Maßnahme „Unterstützung klimaangepasster Städtebau“ sieht vor, die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung durch Pilotprojekte und Potenzialanalysen als große Zukunftsthemen zu platzieren. Die gestalterische und klimatische Inwertsetzung bestehender Grün- und Freiflächen sowie deren Einbindung in ein Netzwerk klimaangepasster Stadträume strebt die Maßnahme „Öffnung und Vernetzung Freiräume“ an. Beide Themen konnten in ihrer Maßnahmenkategorie knapp die Hälfte der Stimmen für sich beanspruchen.
In der Kategorie „Teilräumliche Maßnahmen“ ging der erste Platz an die „Gestalterische und klimaangepasste Aufwertung Fußgängerzone“. Die Maßnahme beinhaltet, die Fußgängerzone als attraktiven Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität zu qualifizieren.
Weniger Priorität räumten die Bürgerinnen und Bürger den Themen „Aufwertung nördlicher Alleenring“ und „Umsetzung Lichtmasterplan“ ein. Beide Maßnahmen erhielten nur vereinzelnd Stimmen.
Die Online-Beteiligung wurde mit verschiedenen Vor-Ort-Angeboten kombiniert. An der Abstimmung beteiligten sich rund 220 Personen. Das Stadtplanungsamt, welches für die Umsetzung des ISEK zuständig ist, freut sich über die rege Beteiligung. Rita Märzheuser vom Stadtplanungsamt erklärt: „Unser Ziel war es, mit unterschiedlichen Formaten Angebote für ein möglichst breites Spektrum an interessierten Personen zu bieten“. Besonders gut seien die fünf Stadtspaziergänge angenommen worden. Die Spaziergänge behandelten verschiedene Themen und Örtlichkeiten im Untersuchungsbereich „Lebendiges Zentrum Innenstadt“. Es sei ein gutes Format gewesen, um direkt vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu kommen, so die Stadtplanerin.
Auch über die Online-Plattform gingen rund 50 Kommentare und Rückmeldungen zum ISEK ein. Das Stadtplanungsamt wertet sie – gemeinsam mit den Ergebnissen der Abstimmung – aus und lässt sie in die weitere Ausarbeitung des Konzepts einfließen. Das Planungsteam freute sich über die zahlreichen konstruktiven Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger, die dazu beitragen wollen die Innenstadt lebenswerter und zukunftsfähiger zu machen.
In einem nächsten Schritt werden unter anderem die verschiedenen Bausteine der Analysen, fachlichen Belange und Bürgerwünsche zusammengeführt. Außerdem werden Ziele, Handlungsfelder, Maßnahmen und eine Umsetzungsstrategie unter Berücksichtigung von verschiedenen Kriterien erarbeitet. Der entstandene Konzeptentwurf wird anschließend mit den städtischen Gremien abgestimmt. Es ist geplant, das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept als Grundlage für die Umsetzung der Städtebaufördermaßnahme „Lebendiges Zentrum Innenstadt“ im Herbst 2023 durch den Stadtrat beschließen zu lassen.
Auf der Online-Plattform gibt es eine Übersicht der vollständigen Ergebnisse sowie detaillierte Beschreibungen der Maßnahmen: mitgestalten.trier.de/innenstadt-isek. (Quelle: Stadt Trier)
















Ah, 220 von 110.000 !!!
Ist wohl ein Aprilscherz im Juni
Bärbock´s Mathematik
Rege Beteiligung, dass ich nicht lache. Das ist doch ein miserable Teilnahme, nichts, was einen hinter dem Ofen hervorlocken kann. Vermutlich aber wieder eine bestimmende Mehrheit.