TRIER. Im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess machte das Landgericht Trier mit einem 34-Jährigen, der Verbindungen zu der verbotenen Motorrad-Bande Hells Angels unterhielt, wie der Volksfreund berichtet. Der Mann aus dem Kreis Trier-Saarburg musste sich erst seit kurzem wegen bewaffneten Drogenhandels vor Gericht verantworten (lokalo berichtete).
Der 34-Jährige wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Er hatte gestanden, 500 Gramm Marihuana, eine Pistole aus Jugoslawien, mehrere Messer, einen Schlagring und eine Machete besessen zu haben. Die Drogen habe er weiterverkaufen wollen, die Waffen hatte er sich zur Verteidigung derselben beschafft.
Im Gegenzug zu dem Geständnis hatten Gericht, Verteidigung und Staatsanwaltschaft sich auf eine verfahrensabkürzende Absprache verständigt, der zufolge der Strafrahmen zwischen drei Jahren und drei Monaten und drei Jahren und neun Monaten liegt. Der Anklagepunkt des Verwendens von Kennzeichen der verbotenen Hells Angels auf seiner Facebook-Seite wurde fallengelassen.
Auch wenn der 34-jährige ausschließlich wegen Drogenhandels verurteilt wurde, so wurde die Polizei doch durch seine Verbindung zu den Hells Angels auf ihn aufmerksam. Im vergangenen November hatte ein Sondereinsatzkommando der Polizei seine Wohnung gestürmt, nachdem er auf seinem öffentlichen Facebook-Profil Insignien und Codes der Hells Angels geteilt hatte. Dies ist seit 2020 verboten. Die Drogen und die Waffen waren somit ein Zufallsfund, der wohl unterblieben wäre, wenn der Mann die bewussten Hells Angels-Posts im sozialen Netzwerk nicht getätigt hätte. (Quelle: Trierischer Volksfreund)












