In Decken eingewickelt: Leiche auf Dachboden in Trier-Nord – 56-Jähriger vor Gericht!

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Foto: Steil-TV

TRIER. Seit gestern steht ein in Hessen verurteilter Mörder wegen eines weiteren Mordes in Trier vor Gericht. Der 56-Jährige soll im März 2012 eine Frau nach einem Streit in ihrer Wohnung in Trier-Nord mit einem Wollschal erdrosselt haben (lokalo berichtete). Nach der Tat verpackte der Mann die Leiche in einem Schlafsack, umwickelte sie mit Decken und versteckte sie auf dem Dachboden. Erst 2016 wurde sie dort entdeckt.

Opfer und Täter kannten sich: Der Mann und die Frau, die beide zum Obdachlosenmilieu gehörten, waren in der Vergangenheit liiert gewesen. Zum Tatzeit hatte der Mann aber eine andere Partnerin. Dies hatte einen Streit ausgelöst, in dessen Folge der 56-Jährige der 57-jährigen Frau, die arglos in einem Sessel saß, von hinten einen Wollschal um den Hals legte und sie erdrosselte.

Wenige Wochen später tötete er in Rüsselsheim unter starkem Alkoholeinfluss einen anderen Obdachlosen mit brutaler Gewalt, weshalb das Landgericht Darmstadt ihn 2013 wegen Mordes verurteilte. Er sitzt daher in in der Justizvollzugsanstalt Kassel in Haft. Auch bei der Tat in Trier sollen Täter und Opfer betrunken gewesen sein.

Wie der SWR berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft Trier den Mann bereits im März 2017 wegen Mordes angeklagt, doch erst jetzt wurde das Verfahren begonnen – sechs Jahre später! Dies liegt laut SWR daran, dass die Schwurgerichte mit Verfahren ausgelastet seien, bei denen die Angeklagten in Untersuchungshaft sitzen. Daher konnte der Prozess gegen den Mörder von Trier-Nord nicht früher beginnen.

Am Strafmaß lebenslang würde eine erneute Verurteilung wegen Mordes nichts ändern, so Staatsanwalt Eric Samel bei Prozessbeginn. Es könnte allerdings bei der Frage einer Sicherungsverwahrung eine Rolle spielen, sagte er. (Quellen: dpa, SWR)

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