Osterfeuer: Langjährige Tradition in der Eifel – Tierschützer sprechen von “Todesfalle”

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Die Tierschutzorganisation PETA rät von Osterfeuern ab; Foto: dpa

TRIER. Die Eifel ist eine der schönsten Regionen in Deutschland, die bekannt ist für ihre malerischen Landschaften, ihre malerischen Dörfer und ihre einzigartige Kultur. Eine der besonderen Traditionen, die in der Eifel gepflegt wird, ist das Osterfeuer – eine „tödliche Tradition“ nach Meinung der Tierschutzorganisation PETA, welche Tipps zur Durchführung gibt und an die die Veranstalter appelliert.

Das Osterfeuer ist eine alte Tradition, die in vielen Teilen Deutschlands und Europas gefeiert wird. Es ist eine Feier, die den Beginn des Frühlings und die Auferstehung Christi feiert. In der Eifel wird das Osterfeuer in der Regel am Abend des Ostersonntags entzündet, nachdem die Ostereier gefunden und das Osteressen genossen wurde.

Lange Geschichte und Tradition in der Eifel

Das Osterfeuer in der Eifel hat eine lange Geschichte und ist eng mit der bäuerlichen Tradition der Region verbunden. In früheren Zeiten wurden im Frühjahr die Ställe und Scheunen gereinigt und ausgemistet. Das Material, das dabei anfiel, wurde dann auf einem Haufen gesammelt und später am Ostersonntag verbrannt. Das Osterfeuer hatte dabei auch eine religiöse Bedeutung, da es als Symbol der Auferstehung Christi und des Sieges über den Tod gesehen wurde.

Heutzutage hat das Osterfeuer in der Eifel noch immer eine wichtige Bedeutung. Es ist eine Gelegenheit für die Menschen, zusammenzukommen und die Frühlingszeit zu feiern. Die Feuer werden in der Regel von den örtlichen Feuerwehren organisiert und sind oft ein Highlight im Veranstaltungskalender der Dörfer und Gemeinden.

PETA appelliert an Verantworliche:

„Jedes Jahr verbrennen viele Tiere qualvoll bei lebendigem Leib in Osterfeuern, weil keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden“, so Peter Höffken. „Dieses Leid ist leicht zu vermeiden, wenn einige wenige Schritte beachtet werden. Bestenfalls wird auf das Abbrennen aber komplett verzichtet und der Stapel den Tieren dauerhaft als Unterkunft überlassen.“

PETA gibt Tipps:

– Im Frühling sind viele Tiere mit dem Großziehen ihrer Kinder beschäftigt und suchen daher nach sicheren Unterschlüpfen. Noch unerfahrene junge Tiere oder fürsorgliche Elterntiere werden ihr Versteck nur ungern verlassen. Ein bisschen Lärm zu machen, um die Tiere herauszutreiben, reicht nicht.

– Auch Igel, die sich bei Gefahr zusammenrollen, statt zu fliehen, nachtaktive Tiere, die tagsüber und am Abend noch inaktiv sind, oder Bodenbrüter, die sich bei Gefahr ducken, können in den Flammen den Tod finden. Deshalb muss auch der Boden des Holzhaufens sorgsam inspiziert werden.

– Je lockerer das Material – vor allem im ersten unteren halben Meter – aufgeschichtet ist, desto weniger taugt es für Wildtiere als Versteck. Wenn man hindurchschauen kann, ist es optimal.

– Schon beim Sammeln des Brennmaterials sollte darauf geachtet werden, keine Wildtiere in ihrem Winterschlaf zu stören.

– Totholzstapel sind ideale Behausungen für viele Säugetier- und Insektenarten. Sie nicht abzubrennen und dauerhaft den Tieren und der Natur zu überlassen, rettet Leben und trägt zum Artenschutz bei.

– Viele Menschen wissen nicht, wie gefährlich der Osterfeuer-Brauch für Wildtiere ist. Es ist deshalb sinnvoll, Bekannte und Verwandte über die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen aufzuklären.

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14 Kommentare

    • @Murmeltier
      Deutsche Tradition? Also ich habe in meiner Schulzeit gelernt, dass es schon vor vielen hundert Jahren ein alter keltischer Brauch war, der in ganz Europa gepflegt wurde. Es hat nichts, aber auch gar nichts, mit Christentum zu tun sondern diente zur Vertreibung der bösen Wintergeister. Und eine Deutsche Tradition ist das schon mal gar nicht.

      Sie sollten ihre Deutschlandfahne nicht immer ganz so hoch hängen.

      • Sehr geehrter Deichbuddler, wie hoch ich die Deutschlandfahne hänge, geht Sie Nichts an. Ihre Belehrungen können Sie sich sparen.

        • Ob deutsche Tradition oder keltischer Brauch, völlig egal, es scheint in jedem Fall Menschentradition zu sein, Tiere zu quälen und zu töten. Wenn wir nicht lernen unser Verhalten zu reflektieren und zu ändern, auch mal über den eigenen Tellerrand schauen, ist die Menschheit vermutlich zum Untergang verdammt. Ja, das fängt auch beim „Osterfeuer“ (was ein Quatsch) an!

  1. Was hat das mit Tradition zerstören zu tun? Musst ja den Haufen nur mal umschichten und schauen dass kein Igel drunter ist.
    Ausserdem gibts genug Deppen die das Feuer nur benutzen um ihre alten Möbel zu verbrennen.
    Ausserdem, deutsche Traditionen, wenn ich das schon höre. Können wir ja gleich noch die Wacht am Rhein singen.

  2. Ja das sind wirklich schwerwiegende Probleme.Sehr schlimm.

    Stattdessen sollten diese Feuer besser wieder zur Büchverbrennung genutzt werden.Da gibt es viele schlimme rassistische Bücher wie Pippi Langstrumpf,Winnetou u.s.w

    Damit würden wir uns dann nach der kürzlich wieder in erheblichem Ausmass praktizierten Ausgrenzung von Minderheiten erneut wieder im Rahmen lieb gewonnener deutscher Traditionen bewegen.

  3. Macht sich hier niemand Gedanken um das freigesetzte CO2? Unglaublich.
    Wir werden alles sterben.
    Und das alles auch noch unmittelbar vor Beginn der klimafeindlichen Grill-Saison.
    Holzkohlegrille – Gasgrille – Ölgrille, huntertausende Grille mit schrecklichen tierischen Steaks und Würstchen.
    Alles verbieten, sofort.
    Und über Ostern am besten erstmal alle in die Lockdown-Bestrafung, zur grünen Umerziehung.
    Es ist 12 nach fünf.

  4. Liebe Leute,
    erstmal zur Klarstellung:
    Osterfeuer sind kein deutscher Brauch.
    Osterfeuer gehen auf vorchristliche Zeiten zurück und wurden dann christlich umorientiert.
    Im Mittelalter haben die guten Christen übrigens lebende Katzen ins Osterfeuer geworfen, weil Katzen als Boten des Teufels galten, ein weiterer Grund warum ich von der Menschheit an sich wenig halte. Kann man in den zeitgenössischen Chroniken nachlesen und geschah überall in Europa.
    Damals wars auch üblich dass ein Metzger von Dorf zu Dorf zog um seine Dienste anzubieten und um Kunden anzulocken hat er dann die zu schlachtende Kuh einfach in die Dorfmitte gezerrt und ihr die Augen ausgedrückt damit das Schreien des Tieres Käufer anlockte.

    Wir sind hier nicht immer einer Meinung und von einigen der Schreiberlinge halte ich nix aber hier gehts um Tierschutz. Punkt.
    Wenn ihr unbedingt Feuer machen wollte dann macht es aber dann schichtet den Scheiss eben vorher nochmal um um sicher zu sein dass keine Vögel drin brüten oder Igel sich drin verstecken, das wird ja wohl jeder noch hinkriegen, oder.
    Danke
    Und hier könnt ihr noch sehen wie gefährlich Feuer ist:
    https://www.youtube.com/watch?v=lSMTVZ58fvc

  5. Ich bin dafür, dass wir auf Autobahnen Tempo 50 einführen, um das Leben der vielen unschuldigen Fluginsekten zu bewahren, die ansonsten an der Windschutzscheibe kleben.

    Bei Aushebungen vor Gebäudebau sollte die Erde vorsichtig ausgesiebt werden um Kleinsttiere nicht zu gefährden.

    Ich verlange den sofortigen Abbau aller Windräder, zum Vogelschutz.

    @Peter
    „ein weiterer Grund warum ich von der Menschheit an sich wenig halte“

    Jetzt haben Sie sich verraten. Ich habe es immer gewusst, dass was nicht stimmt. Haben Sie mal genetisch überprüfen lassen, ob sie mit der Art der Homo sapiens verwandt sind? Oder ist Peter ein Chatbot.

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