Verdi: “Großer Erfolg” – Lohnplus für Beschäftigte bei Stationierungskräften

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Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

MAINZ. Die bundesweit rund 12.000 ortsansässigen Beschäftigten bei Stationierungsstreitkräften erhalten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehr Lohn. Man habe sich mit dem Bundesfinanzministerium, das im Auftrag der Stationierungskräfte verhandelt habe, auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, teilte Verdi am Donnerstag in Mainz mit. Demnach erhalten alle Beschäftigten und Auszubildenden 4,1 Prozent mehr Lohn rückwirkend ab dem 1. November 2022 sowie 3000 Euro Inflationsausgleich, der in zwei Tranchen im April und im Oktober ausgezahlt werde.

Ein «großer Erfolg» sei zudem die Anhebung des Mindestlohns auf 14,50 Euro pro Stunde, sagte die Verdi-Sprecherin. Diejenigen, die bisher darunter lagen, bekämen ab April eine monatliche Zulage von 167 Euro. Anpassungen für höheren Gehaltsgruppen sollten noch im Sommer verhandelt werden. Denn: «Mit der Erhöhung des Mindestlohns sind die Gehaltsstufen durcheinander gewirbelt worden», sagte sie.

Die meisten ortsansässigen Beschäftigten bei Stationierungsstreitkräften gebe es mit knapp 9000 in Rheinland-Pfalz. Es handele sich überwiegend um Deutsche, auf jeden Fall um keine US-Amerikaner. Sie seien tätig beispielsweise bei der Feuerwehr, als Elektriker, Wasserwerker, Gärtner, Lackierer oder im Hotelfach. Das Finanzministerium verhandele für die Arbeitgeberseite: US-Streitkräfte, aber auch Franzosen, Briten und Nato.

Im Vorfeld des Tarifabschlusses, der bis zum 30. September 2023 läuft, hatte es mehrere Warnstreiks an Standorten in Rheinland-Pfalz gegeben, darunter in Germersheim, Kaiserslautern, Ramstein und Baumholder. (Quelle: dpa)

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