Prozess um Todesfall mit «Waldmeister»-Sirup: Angeklagte Frau aus der Eifel tot

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Polizeiabsperrung mit Spurensicherung an einem Tatort.
Foto: dpa

BAD KREUZNACH/HEIMBACH. Die nach einem Todesfall mit angeblichem «Waldmeister-Getränkesirup» angeklagte und seit Monaten vermisste Frau ist tot.

Die 56-Jährige aus Heimbach in der Eifel wurde nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft bereits am 1. März gefunden. Es gebe keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Damit werde das Strafverfahren gegen die Frau endgültig einzustellen sein, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Deutschler von der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach am Donnerstag mit.

Bei einer Geburtstagsfeier für den Sohn der Frau im Januar 2017 hatte ein 16-Jähriger aus einer Flasche im Kühlschrank getrunken. Am nächsten Tag starb er. In der Flasche hatte sich laut Anklage der Drogenersatzstoff Polamidon befunden, auf dem Etikett stand aber «Waldmeister-Getränkesirup». Die Frau war daraufhin im Juni 2020 vom Landgericht Bad Kreuznach wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt worden. Sie ging in Revision, der Bundesgerichtshof hob das Urteil wegen eines Verfahrensfehlers auf.

Daraufhin begann 2022 ein neuer Prozess vor dem Landgericht von Bad Kreuznach, bis die Frau dann Anfang Oktober vergangenen Jahres verschwand.

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