Wer fährt wann womit wohin? Stadt Trier befragt Haushalte zur Mobilität im Alltag

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Foto: Rathaus Zeitung Trier

TRIER. Wer fährt wann womit wohin? Um das herauszufinden, beteiligt sich die Stadt Trier 2023 zum zweiten Mal an der von der Technischen Universität Dresden initiierten bundesweiten Befragung zur Mobilität im Alltag. Beigeordneter Andreas Ludwig bittet um Unterstützung der Aktion.

Das teilte die Stadt Trier in der aktuellen Ausgabe der Rathaus Zeitung am Dienstag mit. In diesen Tagen erhalten die ersten Trierer Haushalte, die mittels einer Zufallsstichprobe ausgewählt wurden, eine schriftliche Vorinformation mit der Bitte um Teilnahme an der Befragung, mit der unter anderem der aktuelle „Modal Split“, also der Anteil der verschiedenen Verkehrsmittel am Gesamtaufkommen, ermittelt werden soll. Anonymität und Datenschutz sind selbstverständlich gewährleistet. Der Versand der Infoschreiben erfolgt in mehreren Wellen über das ganze Jahr verteilt.

Neben Angaben zur Person und zum allgemeinen Verkehrsverhalten werden auch die an einem bestimmten Stichtag zurückgelegten Wege und Fahrten abgefragt. Verkehrsdezernent Andreas Ludwig ruft die ausgewählten Haushalte zur Teilnahme auf: „Wir wollen unser Straßen- und Wegenetz anhand der tatsächlichen Bedürfnisse weiterentwickeln und dafür benötigen wir Ihre Hilfe. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger, die verschiedene Verkehrsmittel für ihre Mobilität nutzen, können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind.“ Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, sind ausdrücklich zur Mitwirkung aufgefordert, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.

Stichprobe mit 2000 Personen

Die TU Dresden wiederholt die Verkehrsbefragung alle fünf Jahre in über 500 deutschen Städten und Gemeinden mit einer Gesamtstichprobe von circa 270.000 Personen. Somit können die Ergebnisse mit den Werten anderer Städte verglichen werden. Für ein repräsentatives Ergebnis sollen in Trier im Lauf des Jahres rund 2000 Personen befragt werden. Unmittelbar nach dem Stichtag, der den ausgewählten Haushalten schriftlich mitgeteilt wird, kann der Fragebogen online ausgefüllt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit einer telefonischen Befragung. Für die Interviews steht geschultes Personal des Leipziger Instituts O.trend bereit.

Das Rathaus hatte den Modal Split zuletzt 2018 ermitteln lassen. Damals lag der Anteil der werktäglichen Wege, die mit dem motorisierten Individualverkehr (Pkws, Motorräder, Mopeds) zurückgelegt wurden, in Trier bei 50 Prozent. Fußgänger kamen auf 25 Prozent, der Fahrradverkehr auf 14 und der ÖPNV (Busse und Bahnen) auf elf Prozent.

Die Zielvorgabe für den Radverkehr im Mobilitätskonzept Trier 2025 liegt bei 15 Prozent. Ludwig rechnet damit, dass diese Marke inzwischen übertroffen wird: „Der anhaltende Boom bei den Elektrofahrrädern, aber auch Änderungen im All-
tagsablauf infolge der Corona-Pandemie, haben vielfach zum dauerhaften Umstieg auf dieses klimafreundliche Verkehrsmittel geführt.“

(Quelle: Rathaus Zeitung Trier)

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