Schmackhafte Abwechslung – Weihnachtsbäume werden in Tierparks zum Leckerbissen

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Die Kamele im Tier-Erlebnispark Bell nagen an einem Tannenbaum. Foto: Thomas Frey/dpa

LANDAU/BELL. Nach den Weihnachtsfeiertagen können sich Tiere in einigen rheinland-pfälzischen Tierparks über eine schmackhafte Abwechslung freuen: Sie bekommen die nicht verkauften Nadelbäume als Futter oder Spielzeug ins Gehege. «Es gibt Tiere, die die dann fressen. Es gibt Tiere, die sie dann nutzen, um damit zu spielen und sich dran zu schubbern», sagte Christian Schiffmann, Zoologischer Leiter des Tier-Erlebnisparks Bell.

Weihnachtsbäume, die vorher in Wohnzimmern erstrahlten, kommen dafür aber nicht in Frage. Wichtig sei, dass die Bäume keine Verunreinigungen etwa durch Wachs oder Chemikalien aufweisen. «Wir können keine Weihnachtsbäume von Privatpersonen annehmen, ausschließlich von den Händlern, wo wir wissen, dass sie nicht behandelt sind», betonte Schiffmann. Daher erhält der Tierpark Bell die Bäume von Waldbesitzern, die die Bäume nicht mehr verkaufen konnten. Es müsse zudem darauf geachtet werden, dass die Tannen nur Tieren gegeben werden, die sich daran nicht verletzten können. «Wenn wir von den Weihnachtsbäumen als einheimische Gehölze sprechen, dann haben wir, zumindest hier im Bestand, keine Tiere für die das ein Problem sein könnte.»

Unverkaufte Tannenbäume werden verteilt

Auch im Landauer Zoo werden unverkaufte Tannenbäume an Tiere verteilt – diese sind vor allem für Dromedare echte Delikatessen. «Im Grunde kann man so einen Weihnachtsbaum jedem größeren Tier geben», erklärte Zoodirektor Jens-Ove Heckel. Mehr als 100 Weihnachtsbäume erhielt der Zoo laut Heckel von einem Weihnachtsbaumhändler. «Auch Antilopen, Hirsche und Zebras fressen sie sehr gerne. Andere nehmen es eher um sich damit zu beschäftigen. Papageien zerschreddern sie gerne», sagte er. Der Zoodirektor appellierte an Privatpersonen, die ihre alten Weihnachtsbäume an den Zoo spenden wollen: «Auch wenn es gut gemeint ist: Wenn da noch Wachs, irgendwelche Drähte oder Lametta dran ist, können wir das unseren Tieren nicht antun.»

(Quelle: dpa)

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