Unwohlsein und Halluzinationen: Familie zieht sich schwere Pilzvergiftung zu

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Ein giftiger Knollenblätterpilz. Foto: Jochen Lübke/dpa/Illustration

BOUS. Ein Ehepaar und ihre gemeinsame Tochter hatten am gestrigen Samstag, 22.10., gemeinsam in einem heimischen Waldstück Pilze gesammelt und am Abend zum Verzehr vorbereitet. Die drei Sammler glaubten, dass sie sogenannte Hallimasche gefunden hatten. Kurz nach dem Verzehr der Pilze klagte das Ehepaar über Unwohlsein und Halluzinationen.

Die Pilzvergiftung war so folgenschwer, dass der 69-jährige Mann stürzte und sich eine Verletzung im Kopfbereich zuzog. Seine Ehefrau schaffte es noch bei Nachbarn Hilfe einzuholen, sodass der Rettungsdienst samt Notarzt und Polizei verständigt werden konnte.

Während der Behandlung des Ehepaares wurde bekannt, dass die 44-jährige Tochter dieselben Pilze gesammelt und womöglich verzehrt hatte. Aufgrund der neuen Erkenntnisse begab sich die Polizei unverzüglich zu ihrer Wohnung nach Bous. Der Lebensgefährte schilderte gegenüber den Beamten, dass auch seine Partnerin nach dem Verzehr der Pilze über Unwohlsein geklagt hatte und zu Bett gegangen war. Beim Nachsehen im Schlafzimmer konnte sie in einem kritischen Gesundheitszustand festgestellt werden.

Sofort wurden Rettungsdienst und Notarzt nachgefordert, welche die Dame erstversorgten. Alle beteiligten Personen wurden im Anschluss in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Derzeit besteht bei keiner der Personen akute Lebensgefahr. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist die Vergiftung auf einen Zubereitungsfehler zurückzuführen.

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