Golf-Club Trier: Packender Spitzen-Golfsport bei der Qualifying School der Pro Golf Tour

0
Foto: Thomas Köhler

TRIER. Im vergangenen Jahr fand beim Golf-Club Trier erstmalig die prestigeträchtige Qualifying School der Pro Golf Tour statt. Sieger war damals der deutsche Professional Philip Coles (Lokalo berichtete). In diesem Jahr wurde die Qualifying School vom 10.-12.10. erneut in Trier ausgetragen, wobei der strahlende Sieger, Giovanni Tadiotto, diesmal aus Belgien stammte, wie der Golf-Club Trier mitteilt. Tadiotto siegte mit insgesamt -4 unter Par nach 36 Loch, einen Schlag vor den beiden geteilten Zweiten, Matthieu Caron aus Frankreich und Rode Vlasveld aus den Niederlanden. Eine hervorragende Leistung erbrachte Simon Junk vom Golf-Club Trier, der sich mit einer 69 am zweiten Tag auf Even Par gesamt und Position sieben schob und sich damit, wie die zehn Top-Platzierten im Turnier, die volle Tour-Karte der Pro Golf Tour Saison 2023 sicherte. 

Foto: Thomas Köhler
 
Das Turnier, unter der vereinsseitigen Leitung des Spielführers des Golf-Clubs Trier, Manuel Dienhart, stattfand, begann mit den Proberunden am Montag, denen abends das Briefing aller Helfer des GCT folgte, die als Vorcaddies und Starter im Einsatz waren. Der Verein dankt den 30 Freiwilligen, die einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen des Turniers geleistet haben. Es war dem ehemaligen Spielführer des Golf-Clubs Trier, Axel Roth, zu verdanken, dass die Qualifying School im vergangenen Jahr erstmalig in Trier ausgetragen wurde.

Am Dienstagmorgen, um 8.00 Uhr, wurde in 3er Flights auf den Bahnen 1 und 10 gestartet. Bei kühlem Herbstwetter glückten alle Starts. Gleiches gilt für die Mittagsstarts, die, leicht verzögert, zwischen 12.00 und 13.20 Uhr ebenfalls auf den Bahnen 1 und 10 starteten. Schnell zeigte sich, dass der Platz des Golf-Clubs Trier Dank der großartigen Leistung von Jörg Gorges und Team in gewohnt exzellentem Zustand war und den Spielern alles abverlangte. „Der Platz war in einem super Zustand. Es waren die schnellsten Grüns in diesem Jahr – die Greenkeeper haben top Arbeit geleistet“, so der Viertplatzierte, Christoph Kuttnigg aus Österreich. Dies bestätigte auch der offizielle DGV-Referee Thomas Köhler, der den Trierer Platz mit Top-Plätzen in Deutschland wie Hamburg-Falkenstein verglich.

Foto: Thomas Köhler

Am Mittwochmorgen, als das Thermometer um 7.20 Uhr nur 3,5 Grad zeigte und Nebel herrschte, war klar, dass es keine Morgenstarts, sondern einen Kanonenstart um 12.00 Uhr geben würde. Um die Mittagszeit herrschte dann herrlichster Sonnenschein. Rund 150 Clubmitglieder befanden sich als Zuschauer auf der Anlage. Gemeinsam mit den Gästen des Vereins und deren Anhang sorgten sie für gute Stimmung über den Nachmittag, der mit einem echten Krimi an der Spitze, aber auch aus lokaler Sicht, endete, da Simon Junk deutlich außerhalb der Top 10 gestartet war.


Generell ist die Leistung der „Local Youngsters“ bemerkenswert: Insgesamt waren 96 Spieler am Start, 55 Pros und 41 Amateure, darunter unserer vier Amateure des Golf-Clubs Trier: Nikita Leusch auf Position 83 inklusive Eagle auf der 18, seinem Startloch am Mittwoch, Nicolas Platz auf Position T73, der mit drei Birdie finish abschloss, Florian Platz auf Position T65, der nach Anlaufschwierigkeiten richtig großes Golf spielte, und Jonathan Wandel T33, nach Tag eins noch der führende Lokalmatador mit +2. Die Trierer Amateure ließen viele Pros hinter sich!

Foto: Thomas Köhler

Großartig spielte auch der Pro aus dem GCT im Feld, Simon Junk. Er sicherte sich mit einer 69, was auch die zweitbeste Runde des Turniers war, die Tour-Karte. Eine ganze Traube von Mitgliedern sah Live-Birdies auf der 12, einen Beinahe-Birdie auf der 13, eine super Rettung aus dem Hang hinter dem Grün auf der 14 mit danach langem Par Putt, Beinahe-Eagle und Tap in Birdie auf der 15, Par 16, sehr gut gerettetes Par 17, Lip out Eagle auf der 18, unglückliches Lip out Bogey 1 und dasselbe zum Par auf der zweiten Bahn. Es waren alleine ca. 40 Mitglieder, die diesem Flight folgten.

Der zu diesem Zeitpunkt klar führende Rodi Vlasveld war vermeintlich auf dem Weg zum Sieg, da er zu diesem Zeitpunkt zwei Schläge vor dem Zweiten lag. An der 16 gelang es Vlasveld, die Führung auf drei Schläge auszubauen. Auch seinem Flight folgte eine ganze Traube von Menschen, die dann folgendes mit ansah: Sein Abschlag auf der 17 lag bei ca. 100 Metern zum Grün, aber linker Hand der Bäume zwischen der 16./17. Bahn. Vlasveld attackierte durch die Bäume: Der erste Ball wurde nicht gesehen, von keinem der Zuschauer oder Mitspieler. Da rief ein Spieler von der 16 im Vorbeigehen: „Rechts neben dem Grün, aber eventuell Out of Bounce!“ Also Provisional Ball, und wieder attackiert Vlasveld durch die Bäume. Es kommt zum zweiten Provisional Ball, auf die untere Ebene der oben gesteckten Fahne: 2 Put – Doppelpar! Mit acht Birdies hatte er bis zu diesem Zeitpunkt unglaublich gut gespielt.

Foto: Thomas Köhler

Jetzt lag auf einmal Giovanni Tadiotto zwei Schläge vor bei -5, ca. 180 Meter nach dem Abschlag 18, und griff an über die Bäume im Grün-Bunker. Der Bunkerschlag wurde beinahe gelocht, aber der Ball lief zwei Meter über das Loch. Birdie put nicht gemacht, Par. Also ging es für ihn mit zwei Schlägen Vorsprung auf die 1. Der Abschlag war gut, der zweite Schlag landete im Grün-Bunker. Wieder wurde der Ball gesucht, wegen eines vermeintlichen Steckschusses über der Bunkerkante. Umgehend kam Andrew Duck von der ProGolfTour, free-drop, Chip drei Meter an die Fahne, Par put lip out.

Tadiotto war zwar laut eigener Aussage nach dieser Runde nicht glücklich, weil er „fest mit einem Birdie von Rodi auf der 18 gerechnet hatte“. Dennoch ging er als Sieger aus der Qualifying School in Trier hervor. Die Zuschauer sahen so ein gelungenes Turnier mit packendem Spitzen-Golfsport in der Römerstadt.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.