Tankrabatt endet – Droht vielen Autofahrern jetzt der “Sprit-K.O.”?

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Foto: dpa / Symbolbild

MÜNCHEN. Vor dem Ende des Tankrabatts machen die Spritpreise einen kräftigen Sprung nach oben. Besonders stark verteuert sich Diesel. Das zeigt die neueste ADAC Auswertung, wie der Automobilclub mitteilt.

Für einen Liter Diesel müssen Autofahrende derzeit im bundesweiten Mittel (Stand 26. August) 1,988 Euro bezahlen, das ist gegenüber der Vorwoche ein kräftiger Anstieg von 6,3 Cent. Diesel kratzt damit an der 2-Euro-Marke und ist so teuer wie zuletzt Anfang Juli.

Auch Super E10 verteuert sich spürbar: Ein Liter kostet durchschnittlich 1,734 Euro, das sind 2,6 Cent mehr als in der Vorwoche.

Die höheren Spritpreise gehen zum Teil auf das teurere Rohöl zurück. Die Notierungen haben in den letzten Tagen deutlich zugelegt. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell knapp über 100 Dollar, das sind rund acht Dollar mehr als vor Wochenfrist.

Ein weiterer Grund für den Preisanstieg an den Tankstellen dürfte aber auch die höhere Nachfrage vor dem Hintergrund des anstehenden Endes des Tankrabatts sein.

Nach Einschätzung des ADAC ist es nicht zwangsläufig, dass die Spritpreise pünktlich zum 1. September wieder sprunghaft steigen werden.

Die Tankstellen haben ein Interesse daran, noch im August niedrigversteuerten Kraftstoff in ihre Tanks zu füllen. Damit können sie sich auch über den 1. September hinaus auf dem Markt mit niedrigen Spritpreisen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen oder ihre Margen erhöhen.

Dennoch sollten Autofahrende bereits jetzt die Kraftstoffpreise im Blick behalten und grundsätzlich dann tanken, wenn sich hierfür eine günstige Gelegenheit bietet.

Wer tankt, sollte auch die Preisunterschiede im Tagesverlauf beachten. Am günstigsten ist Kraftstoff laut einer aktuellen ADAC Studie in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr.

Ebenfalls wichtig: In der Regel vertragen alle Benziner ab November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten.

Quelle: ADAS

5 Kommentare

  1. Ja, natürlich geben die Mineralölkonzerne den Tankrabatt weiter an den Kunden. Trotzdem sind die Spritpreise nicht gesunken. Wo ist das GELD nur hin? Ein Schelm der böses dabei denkt. Der Rohölpreis und der Spritpreis stehen in keiner Realation zueinander. 2012 kostete das Barrel weit über 150$ der Liter Super 1,75€. Jetzt 95$ pro Barrel. Vielleicht fällt dem ein oder anderen ja was auf.

  2. Spritpreise Trier heute morgen E 10 zwischen 2,24 und 2,329 Euro
    Wittlich beim Discounter E 10 2,069 Euro
    Luxemburg staatlich gedeckelt E 10 bzw Eurosuper 1,716 Euro
    da fällt die Wahl der Tankstelle nicht schwer bei über 50 Cent Preisunterschied pro Liter

    Bei gleichem Einkaufspreis und gleicher Währung ein solcher Preisunterschied lässt sich nicht über den Marktpreis rechtfertigen, hier wollen die Mineralölunternehmen in Deutschland nur noch raffen.
    Eine Übergewinnssteuer oder Deckelung des Preises ist dringend notwendig

    • Für mich nur eine realistische Deckelung , wie in Luxemburg , Verkaufspreise dem EK anpassen.
      Der Barrel war vor Jahren teurer und trotzdem war der Sprit günstiger .
      Mir kommt das ganze hier ziemlich verdächtig grün vor . Waren die das nicht die auf Teufel komm raus 5 € für den Liter anstrebten damit wir alle schön zu Hause bleiben ?

  3. Heute morgen pünktlich 0:02 lt Benzinpreis App war Aral in Trier ( Ostallee ) der erste, der die Preise saftig erhöht hat. Es wäre ganz einfach, 2 Wochen Boykott. Dann mal abwarten. Gleiches gilt für die Shell Tankstellen am Ufer.
    Wer in Trier Stadt tankt, dem ist nicht mehr zu helfen…

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