WIESBADEN. Während der Corona-Pandemie ist die durchschnittliche Lebenserwartung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland leicht gesunken. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung lag sie 2021 in Rheinland-Pfalz bei neugeborenen Jungen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie um 0,54 Jahre niedriger, bei neugeborenen Mädchen blieb sie mit einem Minus von 0,01 Jahren nahezu gleich. Im Saarland sank die Lebenserwartung bei neugeborenen Jungen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie um 0,43 Jahre, bei neugeborenen Mädchen um 0,38.
Die ermittelte Lebenserwartung bezieht sich jeweils auf die im entsprechenden Jahr geborenen Menschen. 2019 hatte der durchschnittliche Wert in Rheinland-Pfalz für Jungen 78,92 Jahre und für Mädchen 83,15 Jahre betragen, wie das Bundesinstitut am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zwei Jahre später waren es 78,38 Jahre für Jungen und 83,14 Jahre für Mädchen.
An der Saar hatte der durchschnittliche Wert 2019 für Jungen 77,56 Jahre und für Mädchen 82,33 Jahre betragen, wie das Bundesinstitut am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zwei Jahre später waren es 77,13 Jahre für Jungen und 81,94 Jahre für Mädchen.
Deutschlandweit sank die Lebenserwartung zwischen 2019 und 2021 bei Jungen um 0,6 Jahre auf 78,11 Jahre und bei Mädchen um 0,37 Jahre auf 83,12 Jahre, wie aus den Daten hervorgeht. Vor dem Beginn der Pandemie war die Lebenserwartung in Deutschland jährlich um etwa 0,1 Jahr gestiegen.
Für die Lebenserwartung wird ermittelt, welche durchschnittliche Lebenslänge Neugeborene erreichen würden, wenn die in einem Jahr verzeichneten altersspezifischen Sterblichkeitsraten über die nächsten 115 Jahre konstant gehalten würden. (dpa)














