Seit Kriegsbeginn: Trier hat über 1000 Menschen aus der Ukraine aufgenommen

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Foto: dpa

TRIER. In Trier haben sich seit dem 24. Februar – dem Beginn des russischen Angriffskrieges – mittlerweile über 1000 Menschen offiziell bei der Stadtverwaltung angemeldet, die aus der Ukraine geflohen sind. Das teilte die Stadt Trier am Donnerstag mit.

Über zwei Drittel der Geflüchteten sind weiblich. Unter den Flüchtlingen sind viele Mütter mit Kindern, darunter 100 Kleinkinder bis sechs Jahre. 270 weitere sind Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren.

158 Kinder und Jugendliche besuchen mittlerweile Schulen in Trägerschaft der Stadt Trier, davon 49 die verschiedenen Grundschulen. Die meisten – 81 – gehen auf die städtischen Gymnasien, 22 auf die Realschulen Plus.

Die meisten Flüchtlinge haben in privaten Wohnungen Unterkunft gefunden. In vielen Fällen hat der Wohnraum nach kurzer Zeit allerdings nicht gepasst, es mussten andere Wohnungen gesucht werden. Das derzeit noch für die Flüchtlingsbetreuung und Hilfe zuständige Amt für Soziales und Wohnen hat für diese Fälle schon über 60 Wohneinheiten vermittelt, weitere 20 stehen unmittelbar vor der Belegung. Die vielfach angebotenen Mitwohngelegenheiten, also einzelne Zimmer, werden nur in seltenen Fällen gebraucht, da es meistens um mehrere Personen geht, die untergebracht werden müssen. Die Stadt sucht deshalb nach wie vor größere Wohnungen, um Flüchtlinge unterzubringen. Idealerweise stehen die Wohnungen für mindestens sechs Monate zur Verfügung. Dringend gesucht werden auch Mietwohnungen, in denen Haustiere erlaubt sind. Alle Wohnungen werden von Mitarbeitern des Amtes vor Vermittlung in Augenschein genommen. Angebote können über ein Kontaktformular auf https://www.trier.de/leben-in-trier/integration/ukraine/ gemacht werden. Auf dieser Internetseite finden sich auch Fragen und Antworten für Geflüchtete oder deren Betreuerinnen und Betreuer.

In Trier ist momentan noch das Amt für Soziales und Wohnen, Sachgebiet Asyl, zuständig für Geflüchtete aus der Ukraine, die staatliche Hilfe benötigen. Dies kann Geld sein, aber auch Hilfe bei gesundheitlichen Problemen. Eine Terminvereinbarung ist über die Mailadresse hilfeantrag@trier.de möglich.

Ab dem 1. Juni wird es eine Änderung geben: Dann ist für die meisten Geflüchteten aus der Ukraine das Jobcenter Trier Stadt zuständig. Dies betrifft zum Beispiel alle Personen im erwerbsfähigen Alter mit ihren Kindern. Sie können deshalb schon jetzt einen Antrag beim Jobcenter stellen, wenn sie staatliche Hilfe benötigen.

Nur wenige Personen erhalten auch nach dem 1. Juni weiterhin Geld vom Amt für Soziales und Wohnen, zum Beispiel Personen im Rentenalter.

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