Neuer Schutzstreifen für den Radverkehr in Trier-Heiligkreuz

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Foto: Presseamt Trier

TRIER. Im Stadtteil Heiligkreuz gibt es wieder ein Stück mehr Sicherheit und Orientierung für den Fahrradverkehr: Im Straßenzug Tessenowstraße-Karlsweg wurde vergangene Woche nach Anordnung der Straßenverkehrsbehörde auf einer Länge von rund 700 Metern ein Schutzstreifen markiert.

Die Route erschließt mehrere Wohngebiete und kann als Alternative zur viel befahrenen Hans-Böckler- und Berliner Allee auf dem Weg nach Mariahof und zum Schulzentrum Wolfsberg genutzt werden.

Durch die Markierung des Schutzstreifens fallen die bisher vorhandenen Stellplätze am Straßenrand weg. Nach Auffassung der Straßenverkehrsbehörde steht in dem Quartier dennoch genügend Parkraum zur Verfügung: Es gibt im Umfeld der Tessenowstraße mehrere öffentliche Parkplätze, auf denen bis zu zwei Stunden kostenfrei geparkt werden darf. Die Anwohnerinnen und Anwohner nutzen ihre privaten Stellplätze und Garagen.

Momentan wird zudem geprüft, ob die Freigabe des Gehwegs auf der linken Seite entlang der Metzer Allee und Hans-Böckler-Allee für den Radverkehr zurückgenommen werden soll. Die Straßenverkehrsbehörde sieht auf dieser Strecke mit starkem Gefälle eine unnötige Gefährdung für Fußgängerinnen und Fußgänger durch die bergab fahrenden Radlerinnen und Radler, die zum Teil mit relativ hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. „Das Fahren mit der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit ist hier unrealistisch“, sagt Jutta Merten, Leiterin der Straßenverkehrsbehörde. Weitere Gefahrenstellen ergeben sich an schlecht einsehbaren Straßenkreuzungen. In der Metzer Allee gibt es als Alternative bereits eine beidseitige Radverkehrsführung auf der Fahrbahn. Und mit dem Schutzstreifen in der Tessenowstraße steht jetzt eine weitere Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.

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14 KOMMENTARE

  1. Wenn die Sicherheit hier erhöht werden soll, dann würde ich als erstes mal die Abdeckung der Straßenentwässerung um 90 Grad drehen….

    • Das war wohl ein Scherz aus der Hexennacht. Kommt nicht nur da vor. Es gibt halt immer wieder besonders witzige Zeitgenossen.

    • Über die Ausrichtung der Kanalabdeckungen macht sich doch keiner der klugen Planer irgendwelche Gedanken. Hauptsache man kann dicke Backen machen, weil man ja sooo viel für die Sicherheit der Radfahrer getan hat.

  2. Dieser Radweg ist der totale Schwachsinn!!!!! Die Straße ist breit genug! Außerdem fehlen die Stellplätze für Pkw´s, von wegen “die Anwohner nutzen ihre Stellflächen und Garagen”. Höhe Adolph-Kolping-Straße/Trevererstraße stehen mehrere Hochhäuser, wohin mit den Fahrzeugen dieser Bewohner? Der Parkplatz Kegelhalle/Sportplatz wurde “dichtgemacht”, die Häuslebauer in den o. g. Straßen haben teilweise 3 Fahrzeuge und nur eine Garage, das funktioniert einfach nicht. Der totale Sch………
    Also, bitte mal nachdenken – dann handeln!

    • Der Ortsvorsteher und ideologiegeprägte Menschen im Stadtrat, die wiedergewählt werden wollen und die Radfahrfraktion im Baudezernat wollten das so. Sie haben sich für eine Minderheit eingesetzt und durchgesetzt, sagt man so. Kraftfahrzeuge sind denen egal. Sieht man auch an den Straßen. Alles nur noch Loch an Loch, aber Hauptsache Radwege.

    • Viele der von Ihnen genannten Häuslebauer in den Seitenstraßen des Karlswegs haben eine Garage, parken aber stets an der Straße.
      Schön zu sehen am Wochenende, wenn handwerklich oder gärtnerisch gearbeitet wird und die Garagen offenstehen: voll Gerümpel, Werkzeug usw, mithin missbräuchliche Nutzung! Interessiert niemanden…
      Ein Bekannter von uns, der in Heiligkreuz wohnt, versucht seit Jahren, eine Garage zu mieten und ist recht erbost über die vielen Nachbarn und Anwohner mit zwei Autos und Garagen voll mit irgendwas. Die nehmen ihm oft die Laternenparkplätze weg, ärgerlich wenn er von der Spätschicht nach Hause kommt.
      Über den Radweg ist er sehr froh wie viele andere, mich eingeschlossen, wenn ich ihn, wie gestern, mit dem Rad besuche.

    • Mal eine andere Frage, warum sollen die Anwohner denn ein Anrecht auf Parkplätze haben, die gemeinschaftlich finanziert sind. Zuerst ist der Autobesitzer verantwortlich, wo er sein Eigentum abstellt. Ergo, wer drei Autos besitzt muss sein persönliches Problem der Abstellfläche selber lösen.
      Und nein, ich bin kein Grüner, kein FFF-Sympatisant oder ähnliches. Mich stört einfach nur, daß immer mehr Leute meinen, die negativen Auswirkungen ihrer persönlichen Entscheidung zur vergesellschaften, die Vorteile aber nicht.

      • Vielleicht ist gar nicht genügend Fläche für einen Einstellplatz vorhanden….und/oder die Garage zu klein….heute ist selbst ein Golf deutlich breiter und länger, als mein Golf 1 und 2 früher. Zudem haben wir unsere 2 Kfz auf eigenen Stellplätzen vor dem Haus, schön versaut (aktuell gehts los…mit kleinen, hellen Blättchen…) ab Frühjahr bis in den Herbst von den supertollen Linden, die auf dem städt. Grünstreifen, zwischen Häusern und Strasse, gepflanzt sind. Abgesehen davon, warum sollen denn die Strassen so verschmälert werden, das keine 2 LKW aneinander vorbeikommen, zugunsten der Radwege, welche überhaupt gar nichts bezahlen, ausser der MwSt. beim Kauf ihres Fahrrads? Kfz-Fahrer*innen bezahlen immerhin noch die Kfz-Steuer, welche zum Strassenbau/Sanierung benutzt werden sollte, aber wenn unsere Politiker immer auf alle Töpfe zugreifen, bleibt natürlich nix mehr übrig. Siehe Stadt Trier…..selbst die Bundesstrassen, wie die Zurmaiener Str., für die unsere Stadtverwaltung ja Bundesgelder einstreicht, werden scheinbar „zweckentfremdet“, denn für deren Sanierung (sie ist in einem fürchterlichen Zustand) ist scheinbar nichts da?

  3. Tja, kommt davon, das Radfahrer:innen immer noch keine Kennzeichnung an den Fahrrädern haben und somit (fast) tun und lassen können, was SIE wollen – auch zu schnelles fahren, Menschen umfahren, verletzen, sich die Vorfahrt erzwingen..……..was will man denn tun?
    Mal gegen das Rad treten – darf man ja auch nicht……..

    • einfach mal machen, besonders wenn man Zeugen hat wird sich der Radfahrer hüten eine Anzeige zu machen , der letzte durfte sein Fahrrad danach nach Hause schieben.

  4. Mal an all jene, welche hier so Sinnlose Komentare von sich geben…..
    Fahrt doch einfach mal mit dem Rad durch Trier, dieser von euch so sehr geliebten Stadt. Zur Arbeit oder mal so in der Freizeit… Ihr würdet euch selbst begegnen, im Auto, welches euch mal hauchdün am Ellenbogen streift oder einfach ignorierend die Vorfahrt nimmt….
    Jedoch sind es wohl eher jene die hier solchen Mist von sich geben, die auf den Strassen im ,, schönen,, Trier und in ihrer Bildungsfernen Welt einfach mal drauf halten….

  5. So ein Unfug. Typisch, hier waren wieder die Trierer Staßenmaler am Werke. Sie bepinseln sie Strassen mit wirren Linien im Glauben irgenwas zu regeln. Das Geld kann man sich sparen. Die Stadt wird immer hässlicher. Für uns Radfahrer ist dieser Abschnitt sogar gefährlicher geworden, der “Radstreifen” ist viel zu schmal und auch nur einseitig. Die Radfahrer kommen ja nie mehr zurück… Wenn auf der anderen Seite einer fehlt wird er von Geisterradfahrern benutzt. Es gibt keinerlei Schutz für uns Radfahrer, keine Barriere, keine bauliche Trennung, etc. Mit dieser Markierung werden die Autofahrer noch mehr dazu ermutigt die 1,5m Überholabstand nicht einzuhalten, da der Radfahrer ja in seinem Bereich bleiben soll, hier aber lauern Schlaglöcher, Kanaldecke und der Handwerker oben steht schon auf dem Streifen drauf. Wer für so einen Unsinn Geld ausgibt der fährt selber nie Rad. Wichtiger wäre endlich mal die Anbindungen am Stadtrand mit den Radwegen von Trier Land, VG Ruwer und Trier Saarburg zu verbinden. Hier fehlen oft nur wenige 100 Meter (Pellinger-Tälchen / Kernscheid-Fanzenheim / Filsch-Korlingen / Filsch-Gusterath / Uni – Kasel / Ruwererstrasse / Kaiserhammer / Bitburger…

    • Ihre Argumente finde ich überzeugend, ist mir um Filsch-Gusterath-Pluwig herum auch aufgefallen.
      Was nützen Radwege, wenn man dort oder von Feyen nach Pellingen immer wieder auf die Bundesstraße muss?
      Hauptproblem in Trier ist aber die fehlende Rücksichtnahme, gilt für Auto- und Radfahrer, die sich unmöglich verhalten.
      Es wird halt auch zu wenig kontrolliert…..

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