TRIER. Zu den diesjährigen Heilig-Rock-Tagen in Trier werden nach zwei Jahren mit Pandemie-Einschränkungen wieder mehr Pilger erwartet. Los geht es heute (17.00 Uhr) mit einem Gottesdienst mit Bischof Stephan Ackermann im Dom. Dann rückt bis zum 8. Mai einmal mehr die wichtigste Reliquie im Trierer Dom in den Fokus – der Heilige Rock. Bischof Ackermann wird nach dem Gottesdienst die Heilig-Rock-Kapelle im Dom, in der die Tunika in einem klimatisierten Schrein aufbewahrt wird, für die Dauer der Heilig-Rock-Tage öffnen.
Von der Robe soll zumindest ein Wollteil in der Mitte zu jener Tunika gehört haben, die nach Jesu Kreuzigung verteilt wurde. Wissenschaftliche Belege, ob das Gewand Christi echt ist und darüber, wie es nach Trier kam, gibt es nicht. Laut Bistum Trier gilt das Kleidungsstück als Sinnbild für den Mensch gewordenen Sohn Gottes und sein Wirken als Erlöser. Im 20. Jahrhundert gab es drei Wallfahrten, bei denen die «Tunika Christi» gezeigt wurde: 1933, 1959 und 1996. Aus der letzten Wallfahrt entwickelten sich dann die Heilig-Rock-Tage, die seit 1997 begangen werden.
In diesem Jahr stehen sie unter dem Motto «Mache Dich auf!». Auf dem Programm stehen neben Gottesdiensten etwa auch Ausstellungen, Kulturveranstaltungen oder Abendspaziergänge. Bischof Ackermann sagte mit Blick auf das Motto, in diesem Jahr würden Gründe, weshalb Menschen sich aufmachen müssten, wieder einmal schmerzlich vor Augen geführt. «Millionen Menschen müssen fliehen, weil sie um ihr Leben bangen – weil Krieg und Gewalt ihr Land beherrschen.» (dpa)

















