Wachsamkeit gefragt – in den nächsten Tagen beginnt die Borkenkäfer-Saison

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Ein Harvester fällt vom Borkenkäfer befallene Fichten. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

NEUSTADT. Mit wärmeren Temperaturen könnte in den kommenden Tagen die Borkenkäfer-Saison in Rheinland-Pfalz beginnen. «Eine sichere Vorhersage können wir nicht treffen, aber es ist erhöhte Wachsamkeit gefragt», sagte Günter Franz von der Zentralstelle der Forstverwaltung der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit seien die Käfer in ihrem Überwinterungsquartier im Boden oder in der Baumrinde, erklärte Franz. Lägen die Temperaturen einige Tage lang bei etwa 17 Grad, gingen die Tiere in den Schwärmflug und suchten sich neue Wirtsbäume. «Um hier keine massive Welle aufkommen zu lassen, sind wir froh, wenn es viel regnet oder nachts kalt wird», sagte Franz.

Das Monitoring mittels Fallen und Kontrollgängen der Förster und Försterinnen laufe permanent. Sollte ein Befall festgestellt werden, greife ein ganzes Bündel an Maßnahmen. So werde bruttaugliches Material wie umgestürzte Fichten oder abgebrochene Kronen entfernt, befallene Bäume so schnell wie möglich gefällt und abtransportiert. Bereits sechs Wochen nach der Eiablage wachse schon die nächste Generation heran und Millionen von Käfern schwärmten erneut aus. Normalerweise bilden die Bäume Franz zufolge Harz, in dem die Käfer ersticken und keine chemischen Signale an ihre Artgenossen mehr versenden. Das sei aber aufgrund der anhaltend trockenen, heißen Sommer zunehmend nicht mehr der Fall.

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