Trier: Theater im Seniorenheim – Kulturelle Teilhabe für alle

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Die Improvisations-Theatergruppe „sponTat“ wird mit ihren leicht zugänglichen und humorvollen Formaten in Senioreneinrichtungen auftreten. Foto: privat

TRIER. Auf Initiative des Seniorenbeirats und des Kulturdezernenten Markus Nöhl arbeitet das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz aktuell an der Vermittlung kultureller Begegnungsformate in Seniorenheimen in der Stadt, wie die Stadt Trier mitteilt. Ziel ist, kulturelle Teilhabe dort zu ermöglichen, wo sie nicht mehr selbstverständlich gelingen kann – wo beispielsweise eingeschränkte Mobilität den Theater- oder Konzertbesuch verhindert oder die pandemiebedingten Hygiene- und Schutzvorgaben gemeinsames Kultur-Erleben lange Zeit beeinträchtigten.

Kulturelle Teilhabe ist keine Frage des Alters. Wenn die Menschen wegen Einschränkungen nicht mehr zur Kultur kommen können, bringen wir sie zu ihnen. Ältere Menschen waren und sind in besonderem Maße von der Pandemie betroffen. Unser Wunsch ist es, deshalb direkt vor Ort in den Seniorenheimen wieder zum kulturellen Miteinander einzuladen und Begegnung und Austausch zu fördern – sobald es die pandemischen Vorgaben wieder zulassen“, erklärt Kulturdezernent Markus Nöhl die Kooperation, die auf sein Antrittsgespräch mit dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Hubert Weis, zurückgeht.

Als Seniorenbeirat wollen wir dazu beitragen, unsere Stadt noch lebenswerter zu machen – auch und besonders für ältere Menschen. Und dies gelingt besonders gut durch kulturelle Angebote. Besonders erfreut uns die schnelle und unkomplizierte Kooperation zwischen den Beteiligten – da steht dem Umsetzen nichts mehr im Wege“, so Hubert Weis zu der Zusammenarbeit. Der Seniorenbeirat sichert die Finanzierung von drei Aufführungen ab, die vom Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz in der Koordination und Kommunikation begleitet werden.

Als Partner aus der Kulturszene konnte das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz das Improvisationstheater „sponTat“ gewinnen – eine Gruppe, die erprobt ist im Umgang mit unterschiedlichsten Zielgruppen und der Konzeption kurzer, leicht zugänglicher und humorvoller Formate, denen die Interaktion und Kommunikation mit dem Publikum bereits immanent ist. Hannah Swoboda, die künstlerische Leiterin des Vereins, betont: „Improvisationstheater ist eine Theaterform, die man überall realisieren kann. In Senioreneinrichtungen aufzutreten, dort im Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aus deren Geschichten improvisierte Szenen zu entwickeln, wird sicher sehr interessant, spannend und bereichernd. Deshalb haben wir uns über die Anfrage sehr gefreut.“

Die Gruppe ist bereits im Kontakt mit den Vereinigten Hospitien, die das neue Format unter dem Titel „Geschichten aus dem Leben“ als erste Institution in ihren Seniorenheimen realisieren werden. „Immer wieder erleben wir, dass kulturelle Angebote unsere Bewohnerinnen und Bewohner begeistern, ihnen zu Herzen gehen. Deshalb freuen wir uns sehr über diese Initiative, bei der Spiel- und Lebensfreude aufeinandertreffen werden“, unterstreicht Ruth Klan von der gerontologischen Beratungsstelle der Vereinigten Hospitien. Derzeit laufen die organisatorischen Vorbereitungen. Bis es soweit ist, wird voraussichtlich noch ein wenig Zeit vergehen: Die erste Aufführung findet voraussichtlich am 12. Juni statt. Einrichtungen der Alten- und Pflegehilfe sowie Begegnungsstätten für ältere Menschen, deren Interesse am Format geweckt wurde, können sich per E-Mail an das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz (stadtkultur@trier.de) wenden.

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