TRIER. Mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler wurden binnen eines halbes Jahrzehnts im Rahmen der Initiative „Hand aufs Herz – Trier rettet Leben“ in Maßnahmen zur Laienreanimation geschult. Nun haben sich die Initiatoren als Verein formiert, wie die Barmherzige Brüder Trier gGmbH mitteilt. An der Spitze des neuen Vereins steht ein alter Bekannter: Dr. med. Karl Eugen Hauptmann, langjähriger Chefarzt im Brüderkrankenhaus und Begründer der Trierer Herzmedizin.
Vereinszweck: Leben retten! Auf diesen Nenner könnte man das wesentliche Ansinnen der 14 Gründungsmitglieder des Vereins „Hand-aufs-Herz Trier“ bringen. In der kürzlich verabschiedeten Satzung heißt es ein wenig ausführlicher: der Zweck bestehe „in der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens mit dem Ziel, das Überleben nach akutem Herztod zu verbessern.“
Gerade beim plötzlichen Herzstillstand kommt es entscheidend darauf an, dass die gesamte Rettungskette von Beginn an optimal funktioniert. Soll heißen: Werden unverzüglich Maßnahmen zur Wiederbelebung eingeleitet, bleibt den Betroffenen noch eine reelle Chance, dass ihr Herz wieder zu schlagen beginnt und sie den Herzstillstand nicht nur überleben, sondern eine hohe Lebensqualität bewahren. Gefordert sind hier vor allem Augenzeugen, sprich in aller Regel Laien. Um bei diesen Hemmungen und Ängste abzubauen und sie zu befähigen, im Ernstfall sofort mit einer Herzdruckmassage zu beginnen, werben und schulen die Initiatoren des Vereins bereits seit 2016 an Schulen und bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Trierer Gesundheitstag auf dem Kornmarkt für das Thema.
Zu ihrem im doppelten Sinne des Wortes „ersten“ Vorsitzenden wählten die Gründungsmitglieder mit Dr. med. Karl Eugen Hauptmann einen Mann, dem das Thema schon in seiner beruflichen Laufbahn ein Herzensanliegen war. Der Kardiologe baute als Chefarzt des Brüderkrankenhauses die Trierer Herzmedizin maßgeblich mit auf und unterstützt die Initiative „Hand aufs Herz – Trier rettet Leben“ nach allen Kräften. Hauptmanns Credo und sein Appell an alle, die in Situationen geraten, in denen eine Laienreanimation gefordert ist: „Man kann nichts falsch machen. Aber wer nichts macht, macht garantiert alles falsch.“
Alles richtig gemacht haben die Gründungsmitglieder des Vereins, die nun auf die baldige Feststellung der Gemeinnützigkeit setzen. Mit der Verabschiedung der Satzung und der Wahl des Vorstands, dem als Zweiter Vorsitzender der Kardiologe Dr. med. Thomas Gehrig sowie als Erster Beisitzer der Hausobere des Brüderkrankenhauses, Markus Leineweber, angehören, sind erste Weichen für die künftige Vereinsarbeit gestellt.
Der komplette Vorstand: Dr. med. Karl Eugen Hauptmann (Erster Vorsitzender), Dr. med. Thomas Gehrig (Zweiter Vorsitzender), Markus Leineweber (Erster Beisitzer). Weitere Beisitzer: Dr. med. Dirk Nauheimer, Dr. med. Markus Braun, Professor Dr. med. Nikos Werner. Schriftführer: Tobias Hauptmann. Kassenwart: Stefan Leinen.












