Nach Kühnert-Tweet! „Spaziergängerin“ nicht mehr im -Wahlkampf-Team von Minister Hans

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Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze/dpa

SAARBRÜCKEN. Keinen Tag nach ihrer Vorstellung im Wahlkampf-Team von CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Tobias Hans hat Kulturexpertin Marisa Winter die Runde wieder verlassen. Anlass war ein Foto, das die Filmemacherin und Fotografin im Januar ohne Maske bei einer Demo gegen die Corona-Politik in Saarbrücken zeigte. «Ich bedaure es sehr, dass ich auf der Demonstration keine Maske getragen habe», teilte Winter in einer persönlichen Erklärung mit. Sie sei «alles andere als eine Impfgegnerin» und selbst gegen Corona geimpft. Zuvor hatten Medien im Saarland darüber berichtet.

Winter teilte mit: «Ich war ein Mal auf einer Corona-Demonstration, weil ich als Kulturschaffende ein Interesse am Austausch habe. Ich distanziere mich aber ganz deutlich von jeglicher Form des Extremismus.» Die Kulturszene im Saarland stehe vor großen Herausforderungen. «Ich möchte nicht, dass meine einmalige Teilnahme an einer Demonstration diese wichtigen Fragen überschattet.» Daher habe sie sich entschieden, nicht länger im Team Hans mitzuwirken, «damit die kulturpolitischen Sachthemen im Mittelpunkt bleiben können».

Am Mittwoch hatte CDU-Landesparteichef Hans ein Kompetenzteam aus neun Experten für den Wahlkampf vorgestellt. Winter war für den Bereich Kultur und Kreativwirtschaft ins Team geholt worden. Im Saarland wird am 27. März ein neuer Landtag gewählt.

Am Mittwochabend reagierte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert über Twitter. Hans habe in seinem Kompetenzteam «jetzt gleichzeitig einen Virologen und eine „Spaziergängerin“. Viel Erfolg kann man da nur wünschen». Am Donnerstagmorgen fügte Kühnert nach dem Rückzug von Winter hinzu: «Mehr Zeit um spazieren zu gehen.»

Der saarländische SPD-Generalsekretär Christian Petry forderte Hans zu Aufklärung auf. «Tobias Hans muss jetzt die Frage beantworten, warum er Marisa Winter ausgewählt hat und ob hinter seiner jüngsten Impfpflicht-Wende und dieser Personalentscheidung eine Strategie steckt. Er schafft damit wiederholt Verunsicherung in der Corona-Politik.»

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