Trier und Speyer: Viele Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkünften

0
Foto: Harald Tittel/dpa

MAINZ. Nur die Einrichtung in Kusel ist von positiven Fällen verschont. Besonders hoch sind die Zahlen in Speyer und Trier. Die Behörden bemühen sich um eine möglichst entzerrte Unterbringung.

In den Einrichtungen zur Erstaufnahme von Geflüchteten ist es zu einer starken Zunahme von Corona-Infektionen gekommen. Der Anteil der infizierten Menschen stieg im Januar von 0,3 auf 5,5 Prozent. Ende Januar waren unter den 2864 Bewohnern der fünf Einrichtungen 157 Asylbewerber mit einer Corona-Infektion, wie aus Daten des Integrationsministeriums in Mainz hervorgeht.

«Die hohen Infektionszahlen in der Gesellschaft durch die Omikron-Variante zeigen sich jetzt auch in unseren Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA)», sagte Integrationsministerin Katharina Binz (Grüne). Der reguläre Betrieb sei aber gewährleistet.

Am stärksten betroffen waren demnach die Aufnahmeeinrichtungen in Speyer (9,4 Prozent) und Trier (8,9 Prozent). Keine einzige Infektion meldete hingegen die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Kusel. Vergleichsweise niedrig sind die Infektionszahlen in Hermeskeil (2,6 Prozent) und Bitburg (3,9 Prozent). In den fünf Einrichtungen gibt es insgesamt 3880 Plätze. Erstmals seit dem Höchststand von 2015 sind im vergangenen Jahr wieder mehr Schutzsuchende aufgenommen worden.

Bewohnerinnen und Bewohner, die zu einer Hochrisikogruppe gehören, werden möglichst separat untergebracht und vorzeitig in die Kommunen verteilt. «Insbesondere die entzerrte Belegung ist wichtig, um das Infektionsrisiko zu minimieren», sagte Binz. Deswegen werden seit einigen Monaten Asylbewohner verstärkt in die Kommunen verteilt. Von November bis Januar habe es 1684 Impfungen in den AfAs gegeben. Vor einer Verteilung auf die Kommunen ist ein Corona-Test Pflicht. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit zu anlasslosen Tests. (dpa)

Vorheriger ArtikelNovavax-Lieferung: Das Saarland muss warten
Nächster ArtikelVulkaneifel: Aufmerksame Autofahrerin hilft verwirrtem 90-Jährigen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.