Gedenken für NS-Opfer am 27. Januar: Mehrere zivilgesellschaftliche Projekte in Trier

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Foto: AGF

TRIER. Die Gedenkarbeit für die Opfer des Nationalsozialismus in Trier rund um den internationalen Gedenktag 27. Januar ist vielfältig und hat sich durch viele Initiativen weiterentwickelt. Der Stadtrat unterstützt dies und fördert erstmalig in diesem Jahr Projekte der zivilgesellschaftlichen Gedenkarbeit in Trier, wie die Stadt mitteilt.

Hier ein Überblick:

Die AG Frieden erinnert in Kooperation mit der Hochschule und der Universität sowie weiteren Partnern durch die audiovisuelle Lichtinstallation „erinnerLicht“ an der Porta an die Trierer Opfer des Nationalsozialismus und die deportierten Trierer Jüdinnen und Juden. Die Medieninstallation wird an drei Abenden (27./28. und 29. Januar, 17.30 bis 21.30 Uhr) live im Internet übertragen und damit zu einem digitalen Gedenkprojekt. Die AGF bietet auch mehrere Rundgänge an. Infos: www.agf-trier.de.

Der Verein „Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts“ organisiert unter dem Titel „Antisemitismus heute“ eine Plakatausstellung und einen Vortrag. Die Plakatausstellung „#GemeinsamGegenAntisemitismus“ in der Innenstadt behandelt die unterschiedlichen Formen von modernem Antisemitismus sowie deren Auswirkungen auf Jüdinnen und Juden. Aber auch die Betroffenenperspektive kommt nicht zu kurz: Auf einigen Plakaten berichten jüdische Studierende der Uni Trier über ihre unmittelbaren Erfahrungen mit Antisemitismus. Die Plakate werden vom 24. Januar bis 7. Februar in den Schaufenstern einiger Geschäfte und Lokale ausgestellt.
Zu einem Online-Vortrag lädt der Verein in Kooperation mit der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung am Mittwoch, 2. Februar, 20 Uhr, ein. Referent Andreas Borsch beleuchtet die aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus in der Region Trier.

Ergänzend zu diesen Projekten ist bereits ab 17. Januar im VHS-Foyer (Palais Walderdorff) die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust“ des US Holocaust Memorial Museums zu sehen. Sie untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die ihr Handeln beeinflussten.

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