Dreyer für Doppelpunkt in geschlechtersensibler Sprache

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Das Wort «Besucher» ist auf einem Schild in der Innenstadt mit dem Zusatz «:innen» versehen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

MAINZ. In der Debatte um eine geschlechtersensible Sprache bevorzugt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Doppelpunkt. «Ich finde den Doppelpunkt super. Das spricht sich viel besser», sagte die SPD-Politikerin und erklärte Feministin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Es ist von großer Bedeutung, dass sich alle Menschen im Sprachgebrauch angesprochen fühlen. Deswegen müssen wir nicht nur beide Geschlechter adressieren, sondern ebenso diejenigen Menschen, die in der Unterscheidung von Mann und Frau keinen Platz für sich finden», sagte Dreyer.

«Die künftigen Gepflogenheiten in der Amtssprache werden wir gemeinsam mit der Landtagsverwaltung entwickeln, um sicherzustellen, dass alle Dokumente des Landes einen einheitlichen Sprachgebrauch beim Gendern haben», sagte Dreyer. Ein entsprechender Leitfaden sei in Arbeit.

Bei ihren Regierungserklärungen und Redebeiträgen im Landtag variiert die Regierungschefin. Sie spricht mal von «lieben Bürgern und Bürgerinnen». Dann macht sie auch mal eine hörbare Pause in der gegenderten Form mit dem Doppelpunkt «Bürger:innen». Auch der Koalitionsvertrag verwendet durchgängig den Doppelpunkt zum Gendern. Mit dieser Form sollen auch alle Menschen einbezogen werden, die ihre Identität nichtbinär verstehen, die also im Entweder-Oder der Geschlechterrollen Mann und Frau keinen Platz finden. (dpa)

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15 KOMMENTARE

  1. So schlecht kanns uns ja noch nicht gehen solange für so einen Schwachsinn noch Zeit ist ::::::::::::::::::::::::::::

  2. Es ist gut, daß sich die große Mehrheit der Bevölkerung gegen diesen Schwachsinn ausgesprochen hat. Wenn es kaum Jemand nutzt, schläft es auch wieder ein.

  3. Stelle ich mir irgendwie lustig vor bei der männlichen Genderung:
    Frau:er
    Krankenschwester:er
    Hebame:r
    Nonne:r
    Zimmermädchen:er usw.

  4. Normal denkende Menschen können sowas nicht ernst meinen.
    Sprechpause beim Doppelpunkt, da ist irgendwo was kaputt gegangen!

  5. Irgendwie ist alles, was von ihr verbal rauskommt, ziemlich…..ichsachmal….irrelevant.
    Es gäb auch andere Ausdrücke dafür.

  6. (Dieses Posting verzichtet der Lesbarkeit halber größtenteils auf weibliche Morpheme und Gendern.)

    Die Sprechpause vor dem “Innen” kommt mir immer so vor als würde jemand sein Erbrechen zurückhalten!
    Das spricht für mich Bände, dass es so unnatürlich den Sprachfluss unterbricht.

    In Deutschland wurde in jüngster Geschichte 2 mal versucht Sprache zu verordnen …
    … von 1933 bis 1945 in einem totalitären Regime
    … von 1945 bis 1990 in einem Teil Deutschlands
    Beide Versuche sind sofort nach Fall der entsprechenden “Mächte/Kräfte” (Ausser von Extremisten und “ewig Gestrigen”) fallen gelassen worden.

    Ich hege die Hoffnung, dass die Pseudo-Feminist:innen (*G*) bald einsehen wie herabwürdigend diese “Schluckauf-Erbrechen-zurüchhalt-Pause” für die Frau ist und wie unendlich dumm es ist durch Gendern und politisch überkorrekte Ausdrucksweise Ablehnung, Hass und Exklusion zu schüren.
    Meinetwegen möge man ( nur ein “N” liebe Damen) nur die weibliche Form nutzen aber bitte bitte verstümmelt nicht unsere schöne Sprache!!

  7. Verstehe nicht, wozu genau dann das „Divers“ gehört, zu „Bürgern“, oder „Bürger:innen“?
    Bürger bezieht sich auf ALLE Einwohner DEs, Bürger:innen auf ALLE und Frauen gesondert – was für ein Schwachfug…..
    Als Frau zähle ich auch als Bürger, bzw. Einwohner Deutschlands und muss nicht auf einer gesonderten Ansprache bestehen – das Divers muss sich dann wohl mit „Bürger“ zufrieden geben?
    Zudem wüsste ich gerne mal, wie hoch genau die „Quote“ der Diversen Menschen in diesem Land, oder Bundesland, überhaupt ist? 0,00000??? Prozent? Mehr, weniger?
    Naja, meine Wünsche bezügl. der Rückführung abgelehnter Asylbewerber werden NICHT berücksichtigt, obwohl dies sogar gesetzeskonform wäre und es, zumindest laut Umfragen, sogar Mehrheiten gäbe – es gibt IMMER Ungerechtigkeiten – damit müssen sich „Minderheiten“ halt abfinden – das würden sie auch tun, wenn sich nicht immer wieder Menschen (noch dazu leider in entsprechenden Positionen) finden würden, welche sich dazu berufen fühlen, für diese Menschen vermeintlich „eintreten“ zu müssen und daraus dann solch ein Unfug entsteht.
    Wie kommen diese Personen dazu, anderen, aufgrund ihrer eigenen Machtposition, ihren Willen aufdrücken zu wollen/müssen?

  8. Politiker (bewußt das :innen weggelassen) kümmern sich nur kurz vor einer Wahl um ihre Wähler. Ansonsten Leben sie nur für sich (siehe die Überschwemmungsofer oder Korruption ). Sie können ja gerne ihre eigene Meinung haben. Aber sie sollten uns auch unsere Meinung lassen und nicht ständig versuchen, mit ihrem verbalen Quark Stimmung zu machen.

  9. Jürgen von der Lippe hat es auf den Punkt gebracht: “Wenn ein Bäcker in der Backstube arbeitet ist er ein Backender und wenn er auf dem Klo sitzt, eben nicht.” Soviel zu dieser dämlichen Genderei.

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