Bischof Ackermann: Keine Sorgen wegen neuer Bundesregierung

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Stephan Ackermann spricht bei einem dpa-Interview. Foto: Harald Tittel/dpa

TRIER. Die neue Ampel-Regierung stößt beim Trierer Bischof Stephan Ackermann nicht auf Vorbehalte. «Sorgen und Bedenken habe ich keine», sagte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur. Die Koalitionsverhandlungen seien «wirklich sehr effektiv» geführt worden.

Die von der rot-gelb-grünen Koalition geplante Abschaffung des Paragrafen 219a über das Verbot der Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft kritisierte der Bischof. «Das Thema Lebensschutz wird sicherlich ein Thema. Da haben wir eine klare Position», sagte er. «Da sind wir anderer Meinung, weil das nicht eine Dienstleistung unter anderen ist und es eine seriöse Beratung in der Entscheidungssituation braucht.»

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will bereits im Januar einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches vorlegen. Dieser Paragraf verbietet es, «seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise» für einen Schwangerschaftsabbruch zu werben.

Es gebe aber andere Themen, «da sind wir nahe dran»: Beispielsweise Klimaschutz und Flüchtlinge. «Eine weniger restriktive Flüchtlingspolitik, da würde ich sagen, das ist kirchennäher.»

Er sei überzeugt, dass alle Regierungsmitglieder, «wenn sie dann in der Verantwortung stehen», auch spürten, «was Kirche an positivem Potenzial einbringt in die Gesellschaft». Er sehe in der Ampelkoalition Menschen, mit denen eine sachliche Auseinandersetzung möglich sei: «Auch wenn die vielleicht kein “katholisches Feeling” haben – aber dann zählt umso mehr die Kraft der Argumente.» (dpa)

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11 KOMMENTARE

  1. Lieber Herr Ackermann,

    ich bitte Sie inständig, sich hier nicht mehr zu jedweder Thematik
    zu äußern.

    In besonderem Maße befremdlich fand ich Ihre Worte zum Thema
    Gendern, da Sie als Bischof einer Organisation vorstehen, in deren
    Tradition seit alters her, jedwedes Geschlecht, welches nicht in Ihr
    “Bild” passt, diskreditiert, verfolgt und sogar getötet wurde.

    Ersparen Sie also dem aufgeklärten Leser Ihr “Gewäsch”

    Dankeschön.

        • Selber anonymer Feigling und ihre Meinung interessiert mich nicht mal peripher.
          Aber typisch andere beleidigen und den Mund verbieten wollen, aber die eigene Meinung überhöht überall anbringen müssen.
          Nur mal so, nicht das wir uns falsch verstehen – ich bin auch nicht der Meinung des Herrn Ackermann, dennoch fordere ich ihn nicht zum Meinungsverzicht auf.

  2. Sich diese Parallel Gesellschaft zu leisten gibt es nur in Deutschland. Die ungeniert tun und lassen kann was sie will . Menschen ausbeutet und missbraucht wie es ihnen gefällt und dann noch ihre eigenen Gutachten erstellt.
    Dann auch noch zu glauben sich noch zu irgendwas aussen zu können oder gar zu dürfen ist schlichtweg eine Unverschämtheit die ihre gleichen sucht.
    Es wird Zeit das die Kirche sich entweder richtig reformiert oder den Laden zu macht.

    • Nicht zu vergessen die eigenen Gerichte. Aber solange man vom Staat sein Salär bekommt ist doch egal. wer gerade regiert. Wes Brot ich fress des Lied ich sing oder so ähnlich geht es doch.

  3. Carlos
    Oh Gott.
    Das ist ja mal fein, dass der Bischof nichts gegen die neue Regierung hat.
    Es gab Jahrzehnte, in denen man von kirchlicher Seite immer nur die
    “Schwarzen” favorisierte.
    Wegen der christlichen Werte.
    Die sind wohl etwas unter die Räder gekommen, schaut man sich nur die
    Christsozialen und ihre Maskenaffären an.
    Millionen abgegriffen, die Menschen betrogen.
    Er soll auch mal was gegen den Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Müller in Rom sagen,
    der sich auf die Seite der Impfgegner stellt.
    Müller sieht die Gefahr einer Gleichschaltung wie im Dritten Reich.
    Was er faselt, ist schäbig und gefährlich.
    Die Kirche will Leben schützen.
    Was Kardinal Müller tut ist fahrlässige Tötung, nichts anderes.

  4. Herr Ackermann sollte bei seiner Aufgabe bleiben und sich nicht ständig in die Politik einmischen.
    Er hat ja auch z.B. kein Problem damit, Teile seiner Schäfchen dauerhaft vom Gottesdienst auszuschließen.
    Ob das so im Sinne seines Herrn ist, würde ich mal stark anzweifeln.
    Die Kirchensteuer von diesen Menschen nimmt er freilich weiterhin gerne.

  5. Ackermann hin oder her, die Institution Kirche ist von ihren Werten her lange überholt. Eine gründliche Reformation wäre dringend angesagt. Man muss allerdings gestehen das der soziale Bereich sowie die Krankenversorgung ohne kirchliche Gelder komplett zusammen brechen würde. Unsere Politik bekommt nur eine höhere Steuerlast für die kleinen Bürger hin und ist sonst komplett unfähig. Egal wer regiert.

  6. Lieber Hens,
    was “im Sinne unseres Herrn” ist, sollten Sie diesem gefälligst selbst überlassen. Wenn Sie aber schon unbedingt mit solch dummen Floskeln spielen wollen, dann sollten Sie im Sinne dieses Herrn darauf achten, das Leben anderer Menschen nicht leichtsinnig zu gefährden. Im Übrigen: Der Bischof Ackermann ist ebenso wie jene, die sich hier meinen mokieren zu müssen, Bürger dieses Staates und hat als solcher das gleiche Recht wie alle, seine politische Meinung zu äußern. Sie müssen sich dieser ja nicht unbedingt anschließen.

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