Lehren aus der Flut: Innenministerium RLP überprüft Katastrophenschutz

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Eine Sirene ist auf einem Hausdach befestigt; Foto: dpa/Symbolbild

MAINZ. Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat den Katastrophenschutz nach der Hochwasserkatastrophe mit 135 Toten bereits auf den Prüfstand gestellt – unabhängig vom Untersuchungsausschuss und der Enquete-Kommission des Landes. «Wir werden nicht warten, bis die Enquete ihre Arbeit abgeschlossen hat», sagte Lewentz der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Der ehemalige Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und frühere Leiter der Berliner Feuerwehr, Albrecht Broemme, werde im Auftrag des Innenministeriums bis Jahresende «seine Sicht der Dinge» darlegen.

Die Brand- und Katastrophenschutzinspekteure, aber auch die Hilfsorganisationen sollten zudem eigene Bilanzen ziehen. Die Innenministerkonferenz habe darüber hinaus beschlossen, die Erfahrungen mit dem Katastrophenschutz beim Hochwasser in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern sowie in Sachsen aufzuarbeiten und ihn neu aufzustellen. «Der Katastrophenschutz muss weiterentwickelt werden und den Erfahrungen aus der Flut-Katastrophe folgen», betonte Lewentz.

Die Enquete-Kommission befasst sich mit Zukunftsstrategien der Katastrophenvorsorge und will bis Mitte 2023 Handlungsempfehlungen entwickeln. Ein erster Zwischenbericht ist im Sommer 2022 geplant. Ziel des Untersuchungsausschusses ist die Aufklärung der Flutkatastrophe im Juli. (dpa)

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