Armutsbericht vorgestellt: Armutsquote in Rheinland-Pfalz weiter auf hohem Niveau

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Symbolfoto: dpa

MAINZ/SAARBRÜCKEN. Der Anteil armer Menschen in Rheinland-Pfalz bleibt nach neuen Zahlen des Paritätischen Gesamtverbandes auf einem hohen Niveau.

Im ersten Corona-Jahr 2020 lag er demnach bei 15,9 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 15,6 Prozent an der Bevölkerung gewesen, wie aus dem am Donnerstag vorgestellten Armutsbericht hervorgeht. Damit liegt Rheinland-Pfalz weiterhin etwas unter dem bundesweiten Durchschnitt von 16,1 Prozent (+ 0,2 Prozentpunkte). Im Jahr 2020 waren demnach bundesweit 13,4 Millionen Menschen von Armut betroffen.

Armut wird in Deutschland über das Haushaltseinkommen und die daraus folgenden Möglichkeiten an gesellschaftlicher Teilhabe definiert. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, ist nach Einschätzung des Sozialverbands von Armut betroffen. Für die Armutsquote werden dem Bericht zufolge alle Personen gezählt, die in Haushalten leben, deren Einkommen diese Grenze unterschreitet.

Für eine alleinstehende Person lag die Grenze 2020 bei 1688 Euro, bei einem Paar mit zwei Kindern unter 14 bei 2364 Euro. Basis waren unter anderem bereits veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts. Unter anderem wohnungslose Menschen oder Menschen in Pflegeeinrichtungen oder Wohnheimen sowie Strafgefangene oder Geflohene in Gemeinschaftsunterkünften werden in den Erhebungen nicht einbezogen.

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