Millionen-Verluste und “prekäre finanzielle Lage” – Bistum Trier bleibt in tiefroten Zahlen

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Foto: Werner Baum/dpa

TRIER. Trotz vieler Bemühungen kommt das Bistum Trier nicht aus den roten Zahlen heraus. «Wir bleiben weiterhin in einer prekären finanziellen Lage», sagte Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg am Donnerstag in Trier. So werde im Haushaltsjahr 2022 erneut mit einem Verlust in Höhe von 35,9 Millionen Euro gerechnet. Und das Jahr 2020 habe mit einem Minus von 42,4 Millionen Euro abgeschlossen – fast 19 Millionen Euro schlechter als geplant.

Bis zum Sommer 2022 werde seit diesem Jahr ein Konzept erarbeitet, wie das Bistum aus den roten Zahlen zurück zu einem ausgeglichenen Haushalt kommen könne. «Die Ziele sind gesetzt», sagte von Plettenberg. Bis 2026 solle mit Kostensenkungen von 40 Millionen Euro «ein mindestens ausgeglichener Haushaltsplan» erreicht werden.

Und: «Wenn wir auch darüber hinaus mindestens bei der “schwarzen Null” bleiben wollen, müssen wir bis 2035 sogar 135 Millionen Euro einsparen», sagte er. Dazu müssten gezielte Schwerpunkte in den Blick genommen werden, «wo wollen und wo können wir zukünftig als Kirche im Bistum Trier aktiv sein?»

Finanzdirektorin Kirsten Straus sagte, der Verlust in 2020 gehe auch auf Auswirkungen der Corona-Pandemie wie gesunkene Einnahmen aus der Kirchensteuer und niedrigere Vermögenserträge zurück. Auch 2021 werde «keine Entlastung» bringen, weil die «coronabedingten Verwerfungen» weiter anhielten. In 2022 würden zudem als besondere Herausforderungen noch die Bewältigung der Folgen aus der Hochwasserkatastrophe vom Sommer an Ahr, Mosel und in der Eifel hinzukommen.

Zum Bistum Trier gehören rund 1,3 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

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