Gefährliche Abfälle: Bundespolizei hilft bei Aufräumarbeiten im Flutgebiet

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Foto: dpa

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Fünf Monate nach der Flutkatastrophe im Ahrtal müssen noch immer gefährliche Abfälle wie etwa Ölfässer oder Chemikalien im Naturschutzgebiet “Ahrmündung” bei Sinzig mit erheblichem Aufwand entfernt werden.

Dabei soll nun die Bundespolizei mit einem Hubschrauber Amtshilfe leisten, wie die Kreisverwaltung Ahrweiler am Dienstag mitteilte. Den Plänen zufolge sollen Piloten bei einer Übung mit dem Fluggerät Abfall aus Bereichen transportieren, die schwer erreichbar sind.

“Ein Teil der Abfälle liegt zwischen den Altarmen und ist wegen steiler Böschungskanten mit Fahrzeugen nur schwer erreichbar”, heißt es von der Kreisverwaltung. Durch schweres Gerät würden zahlreiche natürliche Strukturen wie Kiesbänke oder Totholzablagerungen zerstört und der Boden verdichtet.

Der Abtransport mit Hilfe des Hubschraubers hingegen schone sensible Altwassertümpel, Wälder und Ufer. Ein Termin für die Aktion der Bundespolizei gebe es bisher nicht. Das hänge von der Verfügbarkeit eines Hubschraubers und von der Wetterlage ab. “Wir hoffen, dass es noch vor Weihnachten klappt”, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Wie die Verwaltung mitteilte, wurden bereits große Mengen an Holz, Müll und anderem Schwemmgut von ehrenamtlichen Helfern aus dem Gebiet entfernt. Auch die Landesforsten haben demnach Holz zur Seite geräumt, um gefährliche Abfälle und Treibgut freizulegen.

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