Händler entsetzt: Handelsverband Rheinland-Pfalz kritisiert 2G-Regel in Geschäften

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Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

MAINZ. Der Handelsverband Rheinland-Pfalz hat sich kritisch zur ab Samstag im Land geltenden 2G-Regel im Einzelhandel geäußert. Man habe nach den Ereignissen der vergangenen Wochen zwar damit gerechnet, dennoch seien die Händler entsetzt, teilte Hauptgeschäftsführer Thomas Scherer am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Maßnahme diene dazu, den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen. Studien zufolge sei aber klar, dass der Einzelhandel kein Infektionstreiber sei, sagte Scherer.

Es sei wie im vergangenen Winter erneut mit erheblichen Verlusten im Handel zu rechnen. Die Überbrückungshilfen für Händler deckten dabei nur Teile der Fixkosten. Scherer kritisierte zudem die Unterscheidung zwischen Einzelhandel an sich und Geschäften für den täglichen Bedarf. In letztere dürfen Ungeimpfte auch weiterhin. «Ein kleines Kind mit ungeimpften Eltern, das dringend neue Schuhe benötigt, kann sich die nicht selbst im Laden kaufen», sagte der Verbandsvertreter.

Ein weiteres Problem sieht der Handelsverband bei den Eingangskontrollen für Kunden. Inhabergeführte Geschäfte seien nicht in der Lage, an der Kasse Menschen zu bedienen und gleichzeitig den Eingangsbereich zu kontrollieren. Konflikte mit Kunden sind laut Scherer vorprogrammiert. Das habe man schon in den vergangenen Wochen gemerkt. «Dafür sind die Mitarbeiter nicht geschult», sagte Scherer. (dpa)

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