Tief zerstrittene Saar-Linke stellen Kandidatenliste für Landtagswahl auf

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Das Logo der Linken hängt bei einem Parteitag an einem Mikro. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

HOMBURG. Die Linken im Saarland stellen die personellen Weichen für die Landtagswahl am 27. März 2022. Auf einer Mitgliederversammlung in Homburg-Erbach soll heute die Kandidatenliste gewählt werden, mit der die Partei in den Wahlkampf zieht.

Als Spitzenkandidatin ist die langjährige Landtagsabgeordnete Barbara Spaniol (58) auf Platz eins der Liste vorgesehen. Insgesamt sollen mindestens fünf Kandidaten aufgestellt werden, wie Linke-Landesvorsitzender Thomas Lutze sagte. Er rechnete mit rund 200 Mitgliedern zur Versammlung.

In den Jahren 2009, 2012 und 2017 stand stets Oskar Lafontaine auf Platz eins der Liste – und die Linken holten jeweils zweistellige Stimmergebnisse. Lafontaine (78) hatte nach dem Wiedereinzug von Lutze in den Bundestag Ende September erklärt, nicht mehr bei der Landtagswahl kandidieren zu wollen. Er wirft Lutze betrügerische Machenschaften bei der Akquise von Mitgliedern vor. Lutze, seit 2009 im Bundestag, hat jegliche Vorwürfe bestritten.

Spaniol war Anfang November aus der Linke-Fraktion im Landtag unter Vorsitz von Lafontaine ausgeschlossen worden. Der Grund: Die Fraktion habe «keine Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit» mehr gesehen. Hintergrund ist ein innerparteilicher Streit. Spaniol hat nach ihrem Rauswurf aus der Fraktion der Linke eine neue Fraktion «Saar-Linke» gegründet, die aus ihr als Vorsitzende und Dagmar Ensch-Engel als Stellvertreterin besteht. (dpa)

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