Deutsche und französische Polizei: Gemeinsamer Schlag gegen Wohnwagen-Bande

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Foto: dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Nach umfangreichen und intensiven Ermittlungen, die das Dezernat LPP 212 Eigentumskriminalität gemeinsam mit der Gendarmerie Hagenau geführt hatte, wurden am vergangenen Dienstag, den 16.11., in Frankreich, unter anderem in der Region Grand Est, mehrere Objekte durchsucht und Haftbefehle vollstreckt, wie Landespolizeipräsidium Saarland mitteilt.

Seit den Sommermonaten 2021 waren im Saarland in großer Anzahl hochwertige Wohnwagen entwendet worden. In einigen Fällen wurden zeitgleich Kleintransporter und PKWs gestohlen, die nach Einschätzung der Ermittler beim Diebstahl der Wohnwagen verwendet wurden. Bei einer Reihe weiterer Taten blieb es beim Versuch.

Die Tatorte im Saarland erstreckten sich von Perl bis nach Blieskastel und lagen überwiegend in Grenznähe zu Frankreich. Deshalb bestand der Verdacht, dass eine Bande, die aus Frankreich heraus agierte und sich im Anschluss an die Taten auch wieder dorthin zurückzog, die Diebstähle verübt hatte.

Durch den engen Informationsaustausch mit den Ermittlern in Frankreich gelang es, die mutmaßlichen Täter zu identifizieren. Es stellte sich heraus, dass die Bandenmitglieder auch in Frankreich gleichgelagerte Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen haben sollen. Vornehmlich sollen es die Täter auf Autos, Wohnmobile, Wohnwagen, aber auch auf hochwertige Werkzeuge oder Bargeld durch den Aufbruch von Automaten (z.B. Kassen von Waschanlagen oder Shisha-/Tabakautomaten) abgesehen haben.

An dem groß angelegten Einsatz waren auch saarländische Polizeibeamte beteiligt. Insgesamt wurden sieben mutmaßliche Bandenmitglieder verhaftet. Es konnten insgesamt 19 Autos und Wohnwagen sichergestellt werden. Zudem verfügten die Täter über mehrere Schusswaffen und waren in Besitz von Betäubungsmitteln. Der Bande werden weit mehr als 50 Einzelstraftaten zugerechnet.

Innenminister Minister Bouillon: “Dieser Einsatz hat wieder gezeigt, dass die saarländische Polizei hervorragend mit ihren französischen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet. Gemeinsam tragen beide so entscheidend zur Sicherheit in der Grenzregion bei.”

Die Ermittlungen im Saarland führte das Dezernat für Eigentumskriminalität mit Unterstützung durch Spezialeinheiten und der Dienststelle für internationale Zusammenarbeit (LPP 241). Die Bearbeitung auf justizieller Ebene erfolgte durch die Abteilung für organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Saarbrücken.

Die Ermittlungen dauern an.

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