Diebstahl, Beleidigung, Betrug: Vorbestrafter Mehrfach-Täter in Trier vor Gericht

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Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

TRIER. Vor der 1. Große Strafkammer des Landgerichts Trier beginnt im 1.12.2021 der Strafprozess gegen einen bereits vorbestraften Mehrfach-Dieb, wie das Gericht mitteilt. Die Staatsanwaltschaft Trier wirft dem Angeklagten vor, in der Zeit vom 8.4.2015 bis 1.6.2015 in Trier, Kenn und Schweich durch neun selbstständige Handlungen in sieben Fällen sich des Diebstahls, wobei es sich bei zwei Fällen um eine geringwertige Sache und in einem Fall um einen Diebstahl mit Waffen gehandelt haben soll, schuldigt gemacht zu haben, in einem Fall hierzu tateinheitlich des Hausfriedensbruchs, in einem Fall sich einer Beleidigung, in zwei Fällen des Betruges.

Der Angeklagte soll am 8.4.2015 bei einem Bekannten, der ihn bei sich habe übernachten lassen, 130 Euro aus dessen Geldbörse für eigene Zwecke entnommen und sodann unbemerkt dessen Wohnung verlassen haben.

Weiterhin soll er am 10.4.2015 in einem Supermarkt in Kenn diverse Lebensmittel (Wert 7,90 Euro) eingesteckt und entsprechend vorgefasster Absicht den Kassenbereich ohne bezahlen passiert haben. Den sodann herbeigerufenen Polizisten habe er als „Arschloch“ bezeichnet und ihm den Mittelfinger gezeigt.

Am Abend habe er seinen Bekannten, bei dem er zuvor übernachtet habe, aufgesucht und von ihm Geld gefordert. Dabei habe er ein Messer in der Hand gehalten. Als der Bekannte der Forderung nicht nachgekommen sei, habe sich der Angeklagte Zutritt zu der Wohnung verschafft und auch auf Aufforderung seines Bekannten nicht mehr verlassen. Der Bekannte habe sodann Hilfe holen wollen und sei kurz aus seiner Wohnung gegangen. Dies habe der Angeklagte ausgenutzt, um dessen Geldbörse mit 35 Euro Bargeld und Ausweisdokumenten an sich zu nehmen und die Wohnung zu verlassen.

Am 17.4.2015 habe der Angeklagte einen auf einem Baustellengelände stehenden, einem dort eingesetzten Arbeiter gehörenden Koffer mit einem Akkubohrer entwendet, um diesen für eigene Zwecke zu nutzen.

In der Nacht vom 25.4.2015 soll er aus einem Mehrfamilienhaus Kleidung für sich entwendet haben.

Am 25.5.2015 habe sich der Angeklagte, in der vorgefassten Absicht das Fahrtgeld (24,40 Euro) nicht zu begleichen, mit einem Taxi transportieren lassen.

Am 27.5.2015 habe der Angeklagte trotz zuvor ausgesprochenen Hausverbots erneut den Supermarkt in Kenn aufgesucht. Dort soll er Tabak und Waren im Wert von insgesamt 19,59 Euro eingesteckt haben, um anschließend den Kassenbereich ohne zu bezahlen zu passieren.

Am 29.5.2015 habe der Angeklagte in einer Gaststätte eine Mahlzeit im Wert von 8,40 Euro bestellt, wobei er bewusst der Wahrheit zuwider der Wirtin gegenüber vorgespielt habe, die Mahlzeit bezahlen zu können. Wie von Anfang an beabsichtigt, zahlte er weder unmittelbar nach dem Essen noch binnen der ihm von der Wirtin eingeräumten Zahlungsfrist zum 1.6.2015.

Der Angeklagte ist vorbestraft und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

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