Bandenbetrug: Hersteller soll verkeimtes Mineralwasser verkauft haben

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Wasser mit wenig oder ohne Kohlensäure wird bei den Deutschen immer beliebter. Foto: dpa

BAD KREUZNACH. Sie sollen verkeimtes und nicht ausreichend getestetes Mineralwasser in Umlauf gebracht haben: Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges in 45 Fällen müssen sich drei Angeklagte seit Montag vor dem Landgericht Bad Kreuznach verantworten.

Angeklagt sind einer der Geschäftsführer des Mineralwasserproduzenten zu dem Tatzeitraum, der damalige technische Betriebs- und Laborleiter und der Abteilungsleiter des Bereichs Logistik. Sie sollen von Mitte November 2013 bis Mitte September 2014 laut Anklage 45 Mineralwasser-Chargen, die wegen Verunreinigung durch das Labor gesperrt waren, und 3865 vom Labor nicht ausreichend getestete Paletten Mineralwasser in den Verkehr gebracht haben.

Laut Anklage wollten die Mitarbeiter mit ihrer Tat die Kosten für das Qualitätsmanagement des Unternehmens senken und damit gleichzeitig den Gewinn steigern, um selbst höhere erfolgsabhängige Jahresprämien zu erhalten. Der ehemalige Geschäftsführer und der technische Betriebs- und Laborleiter weisen die Anklage von sich. Der damalige Abteilungsleiter des Bereichs Logistik hat bereits vor Prozessbeginn zugegeben, dass gesperrte Mineralwässer auf Anweisung des Geschäftsführers oder einer Labormitarbeiterin trotzdem ausgeliefert worden seien. In dem Verfahren sind weitere Gerichtstermine bis Februar 2022 vorgesehen

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