CDU-Generalsekretär: Schüler erneut wegen Corona abgehängt

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Jan Zimmer, Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

MAINZ. Wie gut klappt digitaler Unterricht in Schulen? Die oppositionelle rheinland-pfälzische CDU stellt fest, dass viele Schüler auch in der vierten Corona-Welle wegen Defiziten bei der Digitalisierung abgekoppelt würden. Die Landesregierung dagegen lobt die Fortschritte der Schulen in diesem Bereich.

Der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, Jan Zimmer, sieht in der vierten Welle der Corona-Pandemie erneut Tausende Schüler vom Unterricht abgekoppelt. Die Jungen und Mädchen, die wegen Quarantäne oder einer Corona-Infektion zu Hause bleiben müssten, könnten oft noch immer nicht digital am Unterricht teilnehmen, kritisierte Zimmer in Mainz. «Es kommt dann wieder auf die einzelne Schule an.» 1732 Schüler seien Ende vergangener Woche positiv getestet gewesen. Dazu kämen rund 8000 Verdachtsfälle.

«Wir haben schon vor Corona sehr viel für die Digitalisierung unserer Schulen getan und unsere Aktivitäten in der Pandemie noch einmal verstärkt», sagte dagegen die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Bettina Brück.

Hybrider Unterricht sei technisch aber längst möglich, betonte Zimmer. Die kommerzielle Plattform Microsoft Teams funktioniere gut, dürfe aber demnächst nicht mehr genutzt werden. «Der hoch gelobte Schulcampus der Landesregierung zum digitalen Lernen kommt nicht richtig voran», sagte Zimmer. «Jeder Schüler, der wieder ohne Anbindung zu Hause bleiben muss, ist eine Katastrophe und ein Armutszeugnis für das Bildungsministerium.»

«Unsere Schulen gehen bei der Digitalisierung große Schritte voran und das Bildungsministerium unterstützt sie dabei mit allen Kräften», sagte dagegen Brück. Das Land gewähre den Schulträgern als Zuschuss für technische Unterstützungsaufgaben elf Euro pro Schülerin oder Schüler und Schuljahr, insgesamt rund sechs Millionen Euro.

Das Land habe dafür gesorgt, dass die Schulen direkt zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 eine Videoplattform zur Verfügung hatten und rolle den Schulcampus weiter in allen Schulen aus. Zudem sei ein eigenes kostenfreies Videokonferenzsystem zur Verfügung gestellt worden. «Wir werden unsere Schulen weiterhin bestmöglich unterstützen.» (dpa)

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