Martinsumzüge in Rheinland-Pfalz wieder möglich

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Laternen stehen bei einem Martinsumzug auf dem Boden. Foto: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

MAINZ/TRIER/KOBLENZ. Gute Nachricht nicht nur für Kinder: Die Corona-Schutzverordnung erlaubt Martinsumzüge. Ein schöner Brauch kann wieder stattfinden.

«Ich geh’ mit meiner Laterne…»: Am Martinstag leuchten traditionell vielerorts die Lichter der Kinderumzüge. Der Heilige Martin gilt als einer der beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche. Wohl am bekanntesten ist die Legende, wonach er auf einem Pferd seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben soll. Die Corona-Pandemie verhinderte die Prozessionen für den legendären Schutzpatron im vergangenen Jahr – nun soll dies in Rheinland-Pfalz wieder möglich sein.

Zum Beispiel in TRIER. «Die Stadtverwaltung freut sich mit sicherlich vielen Kindern und Eltern, dass in diesem Jahr wieder Martinsumzüge stattfinden können», sagt Pressereferent Michael Schmitz. Zumal Martin mehrfach in der historischen Stadt an der Mosel gewesen sein soll. «Unter anderem, um den Römischen Kaiser Maximus zu besuchen – im Jahr 386 war das. Die ersten Anfragen für Martinszüge sind schon bei der zuständigen Verkehrsbehörde eingegangen.»

Es gelte das Abstandsgebot, wobei Familien oder andere Gruppen zusammenstehen oder gehen dürfen, betonte Schmitz. Gemeinsames Singen sei in reduziertem Maße möglich. «Musikalische Beiträge von Ensembles wie Bläsergruppen sind unter Wahrung des Abstandsgebots zulässig.»

Auch in LUDWIGSHAFEN können nach derzeitigem Stand Martinsumzüge stattfinden. «Martinsumzüge und vergleichbare Ereignisse sind Veranstaltungen der Religionsausübung gemäß Paragraf der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz», teilte Stadtsprecher Florian Bittler mit. Einige Regeln seien zu beachten, aber eine Kontaktverfolgung müsse nur bei geschlossenen Räumen erfolgen.

In KOBLENZ sind ebenfalls Martinsumzüge möglich. Zuletzt lagen nach Angaben von Sprecher Thomas Knaak neun Anfragen vor. Auch er betonte unter anderem: «Für die Durchführung gilt ein Abstandsgebot von 1,50 Meter. Angehörige des gleichen Haushalts dürfen dichter stehen.»

Dem Ordnungsamt in IDAR-OBERSTEIN lag zuletzt eine Anfrage für einen Martinsumzug vor. «Hier geht es aber um die verkehrsrechtliche Anordnung, nicht um die Corona-Regeln», sagte Michael Brill von der Kommune im Kreis Birkenfeld. Für die Frage, ob eine Veranstaltung corona-konform durchgeführt werden könne, sei der Kreis zuständig. «Dort sind auch Hygienekonzepte für Veranstaltungen einzureichen.»

In KAISERSLAUTERN wurden kleinere Umzüge beziehungsweise ein Sankt-Martins-Treffen angemeldet. «Bei den Umzügen gehen in der Regel feste Gruppen beziehungsweise Familienverbände miteinander – also Personen, die sich nach der Corona-Bekämpfungsverordnung treffen dürfen», teilte Sprecherin Anika Sedlmeier mit. Entsprechende Abstände werden eingehalten. «Drei Kindertagesstätten haben Laternenspaziergänge organisiert. Diese finden dieses Jahr minimiert sowie ohne Feuer und Ausschank statt.» Zudem werden Teilnehmerlisten geführt und Abstände gewährt. «Das Gesundheitsministerium hat im Vorfeld Hinweise zur Durchführung von Martinsumzügen gegeben.»

Martinsumzüge werden auch in MAINZ erwartet. Einer Sprecherin zufolge sind Veranstaltungen am 10., 11. und 12. November terminiert. Dann planen Kitas am Nachmittag die Prozessionen für den Schutzpatron. (dpa)

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