++ Aktuell: Als erstes Land in Europa – Luxemburg erlaubt Anbau und Konsum von Cannabis ++

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Foto: Abir Sultan/dpa/Symbolbild

LUXEMBURG. Die luxemburgische Regierung hat heute mitgeteilt, dass sie zukünftig den Druck auf “Kleinverbraucher” von Cannabis verringern werde. Im Großherzogtum wird es künftig erlaubt sein, bis zu vier Cannabis-Pflanzen in Heim und Garten zu halten.

Damit wird Luxemburg zum ersten europäischen Staat, der sowohl den Anbau als auch den Konsum von Cannabis legalisiert. Denn auch der Konsum von Cannabis in den eigenen vier Wänden steht zukünftig nicht mehr unter Strafe.

Die genannte Obergrenze von vier Pflanzen gelte pro Haushalt und nicht pro Person, betonte der Justizminister Sam Tamson heute in einer Pressekonferenz in Luxemburg. Der Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit bleibe weiterhin verboten.

Allerdings werden die Strafen für den Konsum, Besitz oder das Mitführen von Cannabis, sowie die Strafen für den Kauf von Cannabis gelockert und die Bußgelder hierfür gesenkt. Zum Beispiel wird das Mitführen von bis zu drei Gramm Cannabis nicht mehr als “Verbrechen” geahndet, sondern nur noch als Vergehen, dass aber nicht mehr in einer Strafakte auftaucht.

Auch der Handel Cannabis-Samen wird zukünftig im Großherzogtum erlaubt sein, ohne dass eine Regulierung in Bezug auf die Anzahl der Samen oder ihrem Gehalt an THC statt findet. Durch diesen Schritt wird auch der Erwerb von Samen in Geschäften oder in Online-Shops erlaubt sein.

 

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17 KOMMENTARE

  1. Das wird ja dann sicherlich weitere Grenzkontrollen und Staus verursachen und die bekifften fahren noch langsamer und raffen nichts !
    Oder ist das bald in ganz Europa so , der Staat gibt Drogen frei, kassiert ordentlich Steuern und stellt so sicher dass die Leute so stoned sind damit sie nicht mehr nachdenken?
    Zusätzlich müssen dann die Diäten erhöht werden weil der “Stoff ” teurer wird …….

  2. So etwas in der Richtung wird unsere kommende Ampel-Bundesregierung auch erlassen. Patienten kriegen es in Deutschland ja schon lange, aber es ist wie Abtreibungen: Man muss dafür erstmal einen Arzt finden. Meinem Rheuma hat der Cannabistee (in Verbindung mit Physio) jedenfalls besser geholfen als die Schulmedizin, und ich hab echt EINIGES durchprobiert. Normale Medizin hatte bei mir auch immer mal Nebenwirkungen. Die einzige Nebenwirkung bei Cannabis: Du glaubst, die Stasi verfolgt dich.

  3. Mir persönlich ist das egal. Gesunde und sozial kompetente Kinder oder Jugendliche und Erwachsene sind nicht so doof sich so einen Dreck reinzuziehen. Die andern machen es so oder so. Cannabis und andere Drogen sind für Menschen die zu feige sind ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, medizinische Gründe ausgenommen.

    • Wenn du das so siehst musst du aber als aller erstes den Alkohol verbieten. Wenn du dich mal mit der Geschichte des Hanf befasst wirst du feststellen das schon die Ägypter konsumierten, und die waren die erste Hochkultur. Zudem ist Hanf eine Pflanze die vielfältig einsetzbar ist, nicht nur zum rauchen. Daraus wird zb Baumaterial, Dämmung, Kleidung, und Viehfutter gewonnen etc.

  4. Was man hier wieder für einen Unfug lesen muss…Marie Johanna, niemand hat vor bekifftes Autofahren zu erlauben. Hat niemals jemand vorgehabt, wird auch niemals jemand vorhaben. Marius, wenn du glaubst, die Stasi verfolgt dich, solltest du mit deinem Arzt sprechen, dann ist Cannabis wohl nicht das richtige für dich.
    Und Peter, ich kann dir versichern niemand hat vor Kindern und Jugendlichen legal Cannabis anzubieten, das ist ja vielmehr ein Grund für eine Legalisierung und Liberalisierung, wir haben mit unseren Apotheken schon ein Netzwerk, das geübt darin ist, solche Stoffe nur an berechtigte abzugeben. Dem Drogendealer um die Ecke ist das Alter egal, dem Apotheker nicht. Davon ab ist es eine grundlegende Fehleinschätzung der Konsumenten. Die erstrecken sich nämlich über alle Schichten der Gesellschaft.

    • @Markus , Schlussfolgerung ….. kiffen erlaubt , stoned ….Autofahren weil nichts mehr gerafft wird ?
      Es ist auch nicht erlaubt besoffen zu fahren und trotzdem wird´s gemacht .

    • Ich muss Markus hier zu 100% zustimmen.
      Ich kann mir auch nicht erklären, wie manche darauf kommen, dass plötzlich alle Jugendlichen anfangen zu kiffen, nur weil man das Verbot aufheben will. Das Gegenteil ist hier der Fall (siehe Niederlande) Diejenigen, die Cannabis konsumieren wollen, tun dies heute schon, nur mit dem Unterschied, dass bei einer Legalisierung endlich eine Kontrolle da ist, was da überhaupt verkauft wird. Die gibt es beim Dealer im Park leider nicht. Man spricht über mehrere Millionen Menschen, die aktuell in Deutschland regelmäßig Cannbis konsumieren. Und hierbei handelt es sich nicht nur um Jugendliche und Arbeitslose, wie viele denken. Ich kann wirklich nur schmunzeln, wie staubig und falsch die Ansichten beim Thema Cannabis sind. Nur beim Thema Alkohol, da kennen sich alle bestens aus, gehört ja schließlich auch zu unserer “Kultur”. Und Cannabis ist verboten, weil es illegal ist. 😉 Alkohol ist für so viele schreckliche Unfälle, Aggression und Gewalt innerhalb vieler Familien, ebenso Krankheiten und soziale Abstürze verantwortlich, jedoch denkt hier keiner an ein Verbot.
      Ich denke, die Statistiken bzgl. Todesfälle und schwerwiegenden Erkrankungen im Vergleich von Alkohol zu Cannabis lügen nicht. Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch selbst entscheiden dürfen, ob er abends nach Feierabend fünf Bier und 3 Schnaps zu sich nimmt, oder eine Entspannungszigarette raucht.
      Finde es unsäglich, dass Menschen deswegen strafrechtlich verfolgt werden und hierfür Steuergelder in dreistelligen Millionenbeträgen bereit gestellt werden, ganz zu schweigen von der Überlastung unserer Justiz. Hier wurden über die Jahre Existenzen zerstört.
      Also Leute, es wäre schön, wenn Ihr Euch nochmal mit aktuellen Studien u.s.w. auch den Erfahrungen anderer Länder beschäftigen würdet, als immer nur diese verstaubten und zigfach widerlegten Argumente vorzubringen. Liebe Grüße auch an Peter, über dessen Aussagen man eigentlich laut lachen müsste, wenn es nicht so traurig wäre.

      • Warum wird eigentlich überwiegend von Cannabis-Befürwortern strikt zwischen Cannabis- und Alkoholkonsum getrennt? Wer Cannabis konsumiert ist in der Regel gleichzeitig auch dem Alkohol nicht abgeneigt. Wohingegen der landläufige Alkoholtrinker meistens kein Cannabis konsumiert.

        • Von wem haben sie denn diese Weisheit? Vielleicht sollte man nicht alles glauben was so am Stammtisch erzählt wird. Und wenn man so garkeine Ahnung von einem Thema hat, sollte man die aufgeschnappten Halbwahrheiten bzw den totalen Bullshit besser für sich behalten. Sonst steht man nachher da wie ein Depp.

    • Doch, doch: Wenn jemand verfolgungswahnsinnig ist und er ist zufällig auch noch taub, dann kann er ja keine Stimmen hören. Bildet der sich dann ein, die Leute machen ihm ständig Handzeichen?

  5. Ist ein nicht unwichtiges Thema. In der Gruppe der jungen Erwachsenen gaben im Jahr 2018 23% an im letzten Jahr mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Und da möchte ich nochmal einen kurzen Schwenk auf einen vorherigen Punkt machen, Abiturienten häufiger als die mit mittlerer Reife, aber das nur am Rande. Übrigens eine Studie der BZGA Der Konsum ist also schon da, nur versteckt. Länder, die bisher legalisiert haben, konnten mittelfristig auch keinen Anstieg der Konsumentenzahlen wahrnehmen, anfangs kurz mehr, danach aber wieder weniger.
    Aber das ist auch nicht das Problem, das liegt vielmehr darin, dass der Konsum versteckt ist.Seit einem halben Jahrhundert befasst sich unser Justizsystem damit, jedem der auch nur mit dem kleinsten Gramm Cannabis erwischt wird eins mit dem Hammer überzuziehen, erfolglos. Wird ein Händler erwischt, kommt der nächste, und der nächste und dann noch einer…seit 50 Jahren. Und der verkauft auch schlimmeres als Gras. Dieser Hydra kann man nicht den Kopf abschlagen, die muss man aushungern. Mit Prävention und Regulation. Das wird auch nicht von heute auf morgen funktionieren, aber man muss anfangen. Noch nie hat ein Jugendlicher etwas nicht gemacht, nur weil es verboten wäre. Aber Aufklärung kann helfen, soziale Angebote haben einen viel größeren Effekt auf Rauschmittelkonsum als alle verbote. Verbote sind notwenig, Kinder und jugendliche sollten kein Cannabis konsumieren. Punkt. Und dieses Verbot kann man nur durchsetzen, wenn man den Markt aus dem Schatten ins Licht hole. Die Stigmatiesierung, dei Daniel ansprach ist ein weiterer Grund.Knapp ein Viertel aller Menschen zwischen 18 und 25 hat in den letzten 12 Monaten gekifft, und jedem würde ein Riegel vor sein leben geschoben werden, wenn er dabe erwischt worden wäre. So schiebt man junge Menschen nicht an, ihrem Leben einen Wert zu geben, so schiebt man sie ins Abseits und die schiefe Bahn.
    @Marie Okay, Boomer.

  6. Ich will gar nicht wissen, wie hoch der Anteil der (Ex-)Kiffer unter der/die/das heutigen Ü50-Akademikern ist. Wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke, muss ich doch sehr schmunzeln.

  7. Also eigentlich wollte ich auf das Thema hier echt nicht reagieren aber wenn ich so einen geistigen Braddel lese zweifle ich wirklich gaanz schwer an dem “gesunden Menschenverstand”

    Horrortrip?! Verfolgungswahn?! – keine Ahnung was ihr da evtl mal geraucht habt aber mit Gras hat das wohl nicht das geringste zu tun!
    Ich kann an Hand dieser Statements nur schließen das ihr entweder im Leben noch nie Cannabis geraucht habt und ein, durch die Medien, ziemlich verschobenes Bild davon habt oder aber damals bei eurer “Erfahrung” von euren Freunden (:D) getrocknete Kuhscheiße mit irgendnem Klebstoff geraucht habt.

    Grundsätzlich find ichs ja immer sehr amüsant das die Leute mit dem wenigsten Durchblick hier in der Kommentarsektion am aktivsten sind aber bei diesem Thema hier versteh ich da kein Spaß.

    PS: ja, ich bin Kiffer aus Leidenschaft & Überzeugung.
    Nun lasset den Shit Storm beginnen 🙂

    • Ich hab mal vor circa 6 Jahren gewusst einen Joint geraucht, weil ich wissen wollte wie das wirkt und um bei meinen Kindern oder generell ggf. mitreden zu können (Diese haben noch nie gekifft oder geraucht und werden es auch nie tun.
      Ablauf: Ich besorgte mir von einem Typen, der regelmässig konsumiert so ein Teil und rauchte es.
      Die Raucheinwirkung des eingeatmeten Rauches empfand ich als leicht unangenehm, der Rauch war agressiver als Zigarettenrauch.
      Während des Rauchens stellte sich ein ganz leichtes Entspannungs- und Euphoriegefühl ein, dass ich aber nicht als irgendwie sehr angenehm empfand da es irgendwie künstlich wirkte. Es war auch sehr minimal. Zum Vergleich: Eine Runde volle Kanne Rad fahren oder laufen und so richtig fest in die Pedale treten setzt bei mir viel mehr Glückshormone frei und ist von der Wirkung her tausendfach angenehmer.
      Ungefähr 30 Minuten nach dem Konsum stellte sich ein leichtes Müdigkeitsgefühl ein, das ich aber wiederum als künstlich empfand und gegen das ich mit Willenskraft leicht angehen konnte. Wenn man bei starker Kälte draussen spaziert und dann ins nWarme kommt wird man oft sehr müde und empfindet das als angenehm, dieses Gefühl hatte ich hier überhaupt nicht sondern empfand die Mattigkeit als ja einfach künstlich aufoktroyiert.
      Vor dem Konsum hatte ich gedacht ich gewinne irgendwelche bombastischen Erkenntnisse oder Einblicke, dem war aber gar nicht so.
      Nach diesem Experiment war ich umso erstaunter, dass man für sowas Geld ausgibt. Sport hat eine weitaus positivere Einwirkung auf den Körper und ich konnte umso weniger verstehen, dass Leute sowas regelmässig rauchen.

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