Zentrale Ausländerbehörde RLP: Einwanderung wegen Fachkräftemangels

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Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

KAISERSLAUTERN. Die Wirtschaft erholt sich von den Folgen der Pandemie, doch vielfach herrscht Fachkräftemangel. Die zentrale Ausländerbehörde von Rheinland-Pfalz spürt eine deutliche Nachfrage nach Personal.

Die neue zentrale Ausländerbehörde des Landes Rheinland-Pfalz hat eine positive Bilanz ihrer ersten neun Monate gezogen. Die seit Jahresbeginn in Kaiserslautern ansässige Behörde werde sehr gut angenommen und erfreue sich steigender Fallzahlen, sagte ein Sprecher der pfälzischen Kommune der Deutschen Presse-Agentur. «Aus hiesiger Sicht erholt sich die Wirtschaft zusehends – und damit steigt die Nachfrage nach Personal spürbar.»

In etlichen Branchen herrsche Fachkräftemangel. «Die Mehrzahl der Arbeitgeber beklagt, dass gerade jetzt, bei anziehender Wirtschaftsaktivität, keine geeigneten und qualifizierten Kräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden.» Die Behörde verzeichne bisher fast 400 konkrete Anfragen. «Das heißt, der Arbeitgeber hat bereits eine Fachkraft gefunden und uns entsprechende Dokumente zur Durchführung des Verfahrens übermittelt», sagte der Sprecher. Seit Jahresbeginn seien bereits für etwa 180 Verfahren Vorabzustimmungen ausgestellt und damit das Verfahren positiv abgeschlossen worden.

«Darüber hinaus erhalten wir täglich zahlreiche telefonische Anfragen, bei denen primär Arbeitgeber, aber auch sonstige Interessierte wie etwa die Fachkräfte selbst oder Verwandte und Bekannte zu dem beschleunigten Fachkräfteverfahren beraten oder an die zuständigen Stellen verwiesen werden.» Die meisten Anfragen stammen der Behörde zufolge aus Marokko und den Westbalkan-Staaten.

Für Unternehmen, die für den Wiederaufbau im flutgeschädigten Ahrtal Aufträge erhalten hätten, gälten zeitlich begrenzte Sonderregelungen für die Fachkräfteeinwanderung, sagte der Sprecher. «Dazu beraten wir gerne.»

Unternehmen in Rheinland-Pfalz haben seit März 2020 die Möglichkeit, für Fachkräfte aus dem Ausland die Einreisevoraussetzungen im Inland prüfen zu lassen und damit Visa-Verfahren zu verkürzen. Zentral zuständig ist seit dem 1. Januar die Ausländerbehörde Kaiserslautern. (dpa)

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