Im Ahrtal werden noch immer rund 1800 Essen pro Tag verteilt

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Helfer des Verpflegungszentrums des Deutschen Roten Kreuz geben in Ahrweiler Essen aus. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Regionale Caterer und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) versorgen ein Vierteljahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal noch rund 1800 Menschen täglich mit einer warmen Mahlzeit. Die Zubereitung des Essens hätten zwei Unternehmen aus Mendig und Niederzissen übernommen, berichtete DRK-Sprecherin Elisabeth Geurts. Voraussichtlich bis Ende Oktober werde es die Verpflegungsausgabe noch geben.

Die Caterer brächten das gekochte Essen zum Parkplatz einer Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von dort werde es von mehr als 30 DRK-Helfern an zehn Standorte gebracht und verteilt.

Das DRK hatte bis etwa Mitte September in einer zentralen Küche in Grafschaft täglich etliche Tausend Mittagessen gekocht und diese an rund 40 Standorten ausgegeben. In Spitzenzeiten waren es 10.000 bis 13.000 warme Portionen pro Tag. Für ebensoviele Menschen wurden zudem kalte Lebensmittel für Frühstück und Abendbrot pro Tag ausgegeben.

Rund 110 ehrenamtliche DRK-Helfer aus ganz Deutschland waren mit der Essensversorgung beschäftigt. Dazu kamen etwa 60 Helfer im Fahrdienst und 10 Verwaltungskräfte.

Bei dem Hochwasser nach Starkregen am 14. und 15. Juli waren in dem Flusstal 133 Menschen getötet und Tausende Häuser zerstört oder beschädigt worden. (dpa)

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6 KOMMENTARE

  1. Quelle: „Bild“
    ► Es fehlen hunderte Beamte, die z.B. Anträge bearbeiten, für unbürokratische Hilfe sorgen. Auf BILD-Anfrage bestätigte Dreyers Innenministerium, es gebe in den Flutgebieten „einen zusätzlichen Personalbedarf in den Kommunalverwaltungen im niedrigen dreistelligen Bereich“. Die Landesregierung stehe deshalb „mit dem Bund in Kontakt, der personelle Unterstützung durch Bundesbedienstete angeboten hat“.

    ► Anders als NRW hat Dreyer nicht mal einen Flut-Beauftragten benannt, der die Hilfen landesweit zügig koordinieren kann.

    ► Besonders brisant: Es gibt auch bisher keinen Plan, wie die Betroffenen durch den Winter kommen sollen!

    Auch die Eltern im Flutgebiet sind in Sorge um den sicheren Schulweg der Kinder. An vielen Stellen sind die kommunalen Straßenbeleuchtungen noch nicht repariert. Den Schülern bleibt keine andere Wahl als unbeleuchtete Schlammwege zum Schulhaus.

    Der CDU-Bundesvorstand und Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf (54), ist schockiert: „Die Landesregierung hat in den Stunden der Not nicht ihr Bestes gegeben und das, obwohl die Verantwortung für den Bevölkerungsschutz per Gesetz beim Land liegt. Dieses politische Versagen von Malu Dreyer und ihren Ministern hat bis heute fatale Folgen für die Menschen in Not.“ Mit den sinkenden Temperaturen drohe tausenden Haushalten, Baustellen und Helfern an der Ahr der Kälte-Schock.

    Baldauf: „Die Landesregierung muss unverzüglich alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Häuser im Flutgebiet warm zu bekommen.“

  2. Echt traurig was in Deutschland mittlerweile los ist! Hauptsache die Diäten werden erhöht, dass geht ganz schnell und ohne Bürokratie!
    Unser Staat macht doch seine eigenen Bürger zum Sozialfall.

  3. Verstehe die Aufregung nicht…
    Haben Frau 3er oder ihr Ziehvater, der Elektriker aus Steinfeld, jemals etwas auf die Reihe bekommen in unserem einst schönen Bundesland?
    Ok, uns finanziell in die Sch…. geritten, aber so meinte ich das nicht!

  4. Das ganze ist schon eine sehr traurige Bilanz! Aber mal was ganz anderes : während deutsche Hilfskräfte weltweit bei Katastrophen anrücken , konnte ich bis dato nirgends im Ahrtal erkennen dass sich dort Organisationen aus dem Ausland beteiligt hätten !? Oder war das nicht erwünscht?

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