Der pure Wahnsinn! Wilde Verfolgungsfahrt durch Trier endet erst auf Autobahn – zwei Festnahmen!

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Lino Mirgeler

TRIER. Wie die Polizei mitteilt, versuchten sich ein 18-Jähriger Fahrer und 17-jähriger Beifahrer, in der Nacht auf Sonntag, mit einem nicht zugelassenem Wagen einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Bei der anschließenden Verfolgung konnte das Fahrzeug schließlich auf der BAB 1 gestoppt und die beiden Insassen festgenommen werden.

Demnach beabsichtigten die Beamten gegen 2:45 Uhr beabsichtigten einen dunklen Peugeot in der Kölner Straße in Trier einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Bei Erkennen der Kontrollabsicht erhöhte der Fahrzeugführer plötzlich sein Tempo, um dann mit hoher Geschwindigkeit über die Kaiser-Wilhelm-Brücke in Richtung Trier-Zentrum zu fahren. Im Bereich des Georg-Schmitt-Platzes fuhr das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn der Ascoli Piceno Straße auf, um dann mit einer Geschwindigkeit von über 110 km/h unter Missachtung mehrerer roter Ampeln, über die Zurmaiener Straße, auf die BAB 602 aufzufahren.

Die weitere Flucht führte über das AD Moseltal auf die BAB 1 in Richtung Saarbrücken. Im Bereich der Anschlussstelle Mehring verließ das flüchtende Fahrzeug die Autobahn, um dann über die L150 auf die L149 und schließlich die L148 in die Ortslage Hinzert-Pöhlert zu fahren.

Eine dort eingerichtete Straßensperre umfuhr das Fahrzeug schließlich über ein Feld, um anschließend über die L151, auf die B407 und von dort über die Anschlussstelle Reinsfeld wieder auf die BAB 1 in Richtung Saarbrücken aufzufahren. Hier gelang es durch zusammengezogene starke Kräfte der Trierer Polizei das Fahrzeug für Unbeteiligte gefahrlos zu stoppen und das aggressive Fluchtverhalten entschlossen zu beenden.

Nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wurde, konnte der 18-jährige Fahrzeugführer – aus dem Landkreis Sankt Wendel – nach kurzer fußläufiger Verfolgung überwältigt und festgenommen werden. Sein 17-jähriger Beifahrer – ebenfalls aus dem Landkreis Sankt Wendel – ließ sich widerstandlos festnehmen.

Die Verfolgung wurde zwischenzeitlich abgebrochen, um eine Gefährdung für Unbeteiligte zu minimieren, da der flüchtende Fahrer mehrfach rücksichtslos und aggressiv die nacheilenden Streifenwagen touchierte. Hierdurch wurden drei Streifenwagen beschädigt.

Gegen den Fahrzeugführer und seinen Beifahrer wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter anderem ist der Fahrzugführer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Zudem konnten im Fahrzeug mehrere mutmaßliche Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Zur lückenlosen Aufklärung des Geschehens setzt die Polizeiinspektion Trier auf die Mitarbeit der Bevölkerung und wendet sich mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:

Wer hat das Ereignis beobachten können?

Wer wurde möglicherweise durch die riskante Fahrweise gefährdet?

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Trier rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0651/9779-5210 entgegen.

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