Staatsanwaltschaft ermittelt: AfD-Vorstandsmitglied soll Hitler-Bilder verschickt haben

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Foto: dpa

KOBLENZ. Gegen das bisherige rheinland-pfälzische AfD-Vorstandsmitglied Justin Salka laufen Ermittlungen wegen mutmaßlichen Versendens von Adolf-Hitler-Bildern in einer Chatgruppe.

Er werde verdächtigt, in je einem Fall 2018 und 2019 Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet zu haben, teilte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Christopher do Paço Quesado am Mittwoch mit.

Salka, der auch Vizevorsitzender der Jungen Alternative (JA) im Land war, wollte der Deutschen Presse-Agentur wegen der Ermittlungen der Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz nichts zur Sache sagen. Zuvor hatte die Zeitung «Rheinpfalz» darüber berichtet.

Oberstaatsanwalt do Paço Quesado sagte, bei einer Hausdurchsuchung am 15. Juni sei Salkas Handy sichergestellt worden. Die Kriminalpolizei werte es noch aus. Der 1994 geborene Politiker stammt aus Hachenburg im Westerwald. Ein Sprecher der AfD Rheinland-Pfalz sagte der dpa, Salka habe schon vor Wochen seinen Rückzug von seinen Ämtern als stellvertretender Schriftführer im Landesvorstand und rheinland-pfälzischer JA-Vizechef mitgeteilt. «Die Vorwürfe haben keinen direkten Zusammenhang mit unserer Partei», ergänzte der Sprecher. Salka bekleide keine Parteiämter mehr, es gehe um seine persönliche Sphäre. AfD-Mitglied sei er aber noch. Der «Rheinpfalz» hatte Salka gesagt, er ziehe sich aus persönlichen und privaten Gründen vom Landesvorstand zurück.

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