Neuer Kulturdezernent Markus Nöhl tritt sein Amt an

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Der neue Kulturdezernent Markus Nöhl und die neue Leiterin des Amts für Stadtkultur und Denkmalschutz Elvira Classen. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Markus Nöhl (SPD) ist seit 1. Oktober neuer Kulturdezernent der Stadt Trier. Neben der Kultur verantwortet der 42-Jährige auch die Geschäftsbereiche Tourismus und Weiterbildung. Gewählt wurde Nöhl Mitte Juli vom Stadtrat – OB Wolfram Leibe ernannte und vereidigte ihn in der Ratssitzung vom 27. September.

Seine Ziele für Trier bringt der SPD-Politiker klar auf den Punkt: „Trier ist Kulturstadt. Vom Welterbe über die zahlreichen Kultureinrichtungen, die Kulturvereine bis zur freien Szene und die vielen professionellen Künstlerinnen und Künstler ist die Stadt reich an kulturellem Schaffen. Diesen Schatz möchte ich gemeinsam mit Rat und Verwaltung sowie den Kulturschaffenden fortentwickeln“, betont er. „Dabei liegen mir die kulturelle Bildung, die Kultur auf unseren Straßen und Plätzen sowie mehr Raum für Kunst und Kultur besonders am Herzen. Jede und jeder soll die Möglichkeit haben, Kultur zu erfahren und mitzumachen. Gerade den Kindern und Jugendlichen möchte ich die Möglichkeit geben, sich hier früh zu entfalten und einen Zugang zur Kultur zu erhalten.“ Dieser Punkt ist Nöhl besonders wichtig, da er – wie in seiner Bewerbungsrede im Juli vor dem Stadtrat zu hören war – nicht aus einem Haushalt kommt, in dem Kunst und Kultur die erste Rolle spielten. Er habe Menschen gebraucht, die ihn zu Kunst und Kultur führten.

Neben der kulturellen Teilhabe und Bildung gab der neue Kulturdezernent in seiner Bewerbungsrede weitere Ziele aus, er gerne erreichen will: Hierzu zählt ein reichhaltiges Angebot an Kulturräumen in der Stadt für Auftritte, Proben und Lagerung. Die großen Kultur-Bauprojekte – der Tufa-Anbau und die Theatersanierung – möchte er zum Erfolg führen sowie Kultur in den öffentlichen Raum bringen. Wie bei „Urban Piano“, dem diesjährigen „Opening“-Festival oder der Konzertreihe „Kulturkonzerte“ möchte Nöhl, dass Kultur sichtbarer und deutlicher Teil der Stadtgesellschaft wird.
Nöhl, 1979 in Trier geboren und in Bitburg-Masholder aufgewachsen, studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Trier und London. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er an der Universität Trier, zuletzt im Forschungszentrum Europa. 2011 wechselte er als Regierungsangestellter in die Landesregierung in Mainz. Zuletzt war er Pressesprecher im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, seit Mai 2021 im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit.

In der Politik engagiert sich Nöhl seit vielen Jahren: 2002 trat er in die SPD ein, von 2009 bis zu seinem Amtsantritt als Beigeordneter war er Mitglied im Rat der Stadt Trier. In seiner Fraktion übernahm er die Funktionen des Parlamentarischen Geschäftsführers und des kulturpolitischen Sprechers. Von 2009 bis 2019 war er stellvertretender Vorsitzender der Trierer SPD.

Ebenfalls zum 1. Oktober neu besetzt wurde die Leitung des städtischen Kulturamts, dem nun auch die Denkmalpflege angehört. Diese Stelle hat Elvira Classen inne, die zuletzt als Referentin im Kulturdezernat tätig war. Die 45-jährige Verwaltungsbetriebswirtin ist bereits seit 1992 in der Stadtverwaltung tätig – auch in verschiedenen Leitungsfunktionen. Aufgrund ihrer Leidenschaft für Kultur, mehrerer Fortbildungen in diesem Bereich sowie ihrer vierjährigen Tätigkeit als Dezernatsreferentin verfügt sie über ein umfangreiches Wissen der Kulturszene und hat mit vielen Akteuren in dem Bereich eng zusammengearbeitet. Die in Trier geborene und in Langsur-Mesenich aufgewachsene Classen möchte in ihrer neuen Tätigkeit Kultur fördern und zwar trotz der vorhandenen und durch Corona verschärften Budgetzwänge: „Ich setze mich dafür ein, dass das neue Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz die Kultur vereint, Synergien findet und das Welterbe der Stadt Trier bewahrt und dabei gleichzeitig zum Ermöglicher wird.“ Classen, die in Trier lebt, sieht sich und ihr Team als Partner für die städtische Kulturszene, die sie vernetzen und der sie als Lotse zur Verfügung stehen will.

(Stadt Trier)

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6 KOMMENTARE

  1. Junge, Versuch Mal mit Kalorienzählen! Dein Adipositas treibt CO2 hoch und kein gutes Beispiel als gesunde und klimafreundliche Ernährung.

  2. Einer aus Bitburg-Masholder und eine aus Langsur-Mesenich werden Frühstücksdirektor. Und was ist mit den echten Trierern? Die in Trier aufgewachsenen, etwa aus der Gneisenaustraße oder Beutelweg, die machen dann für den Bitburger und die Langsurerin den Abwasserkanal frei oder bewerkstelligen die Müllabfuhr. Der Grund dafür ist, dass man in Trier kein Zuhause hat: Der Bigbrother jammert und schimpft einen durch die eigenen vier Wände hindurch an. Diese Indiskretion verblödet einen so wahnsinnig, da musste halt en Dorfgenie in den schönen Kaffeekränzchen-Schreibjob reinlassen.

  3. @SagNein

    Irgendwie haben Sie recht. Im Grunde genommen signalisiert er schon mit seiner physischen Verfassung dass ihm alles egal ist. Wie kann man sich so gehenlassen? Vorbild Altmaier ?

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