2G ist Trumpf: Die Rückkehr der Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz

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Der Dom und die festliche Beleuchtung auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt spiegeln sich 2019 in einer glänzenden Oberfläche. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

TRIER/MAINZ. Wegen Corona mussten im vergangenen Jahr Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Dieses Jahr kommt der Budenzauber in die Städte zurück. Aber ganz so wie vorher wird es noch nicht.

Süßer Duft, Kunsthandwerk und glänzende Lichter an festlich geschmückten Holzhäuschen: In diesem Jahr soll es wieder Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz geben. Etliche Städte sind bereits dabei, eine Rückkehr des Budenzaubers zu planen – waren doch 2020 in der Corona-Pandemie die Märkte ausgefallen. Knapp zwei Monate vor einem möglichen Start haben manche Kommunen schon grobe Konzepte, andere sind noch am Anfang ihrer Überlegungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Kommunen ergab.

Dabei zeichnet sich ab, dass etliche Veranstalter mit Zugangsbeschränkungen über die 2G-Regeln planen. Heißt: Die Besucher müssen vor Eintritt nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft sind oder als genesen gelten. «Die Stoßrichtung 2G ist bei uns die sehr wahrscheinliche Variante», sagte der Sprecher der Stadt Mainz, Ralf Peterhanwahr. Geplant seien nach derzeitigem Stand drei kleinere Buden-Areale mit insgesamt 100 Ständen.

Ein Standort sei der Marktplatz vor dem Dom, ein zweiter der Liebfrauenplatz und Nummer drei der Ernst-Ludwig-Platz. Es solle jeweils mehrere Eingänge geben, an denen kontrolliert werde, sagte der Sprecher. Zwischen Glühweinständen und Waffelbäckern entfielen dann Maskenpflicht und Abstandsgebot. Möglicher Beginn des Mainzer Weihnachtsmarktes sei der 25. November.

In Trier soll der Weihnachtsmarkt auch unter Einhaltung der 2G-Regeln über die Bühne gehen. Es werde nach der Kontrolle am Eingangsbereich des Geländes keine Maskenpflicht und keine Abstandsregeln geben, teilte die Arbeitsgemeinschaft Trierer Weihnachtsmarkt mit. Der Markt werde allerdings etwas kleiner ausfallen als in Vor-Corona-Zeiten. Nach den derzeitigen Planungen soll das weihnachtliche Ambiente an den Buden vom 19. November bis 22. Dezember geboten werden.

In Ludwigshafen ist man auch schon am Planen für einen möglichen Weihnachtsmarkt – hat aber noch nichts Spruchreifes: «Wir werden was machen. Was wir machen, unter welchen Bedingungen, in welcher Größe ist noch offen, da sind wir noch mitten in den Planungen», sagte Markus Lemberger von der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH. 2019 hatte es 60 Buden auf dem Berliner Platz gegeben.

In Kaiserslautern ist man ebenfalls dran. «Wir können leider noch nichts zum Kaiserslauterer Weihnachtsmarkt sagen, allerdings ist das Thema derzeit in der internen Klärung», sagte ein Sprecher der Stadt.

Und Koblenz plant «vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen im Rahmen der Corona-Pandemie» einen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt vom 18. November bis 9. Januar 2022. Vorgesehen sei ein flexibles Konzept, damit man rasch auf die aktuelle Corona-Lage reagieren könne. Dazu gehöre auch «eine entzerrte Platzierung» der Buden, um Gedränge zu vermeiden, teilte die Koblenz-Touristik mit.

Die Mainzer würden sich über einen Weihnachtsmarkt sehr freuen, sagte Peterhanwahr. Im vergangenen Jahr habe man «wirklich gemerkt, dass es die Bürgerschaft sehr geschmerzt hat, dass wir nicht starten konnten.» Der Weihnachtsmarkt in Mainz sei «extrem beliebt» und genieße «einen hohen Stellenwert». Auch für die Budenbetreiber sei es wichtig, damit sie wieder Umsatz hätten. «Dass es dieses Jahr einen Markt geben wird, da freut sich die ganze Stadt drüber.»

Im Moselstädtchen Traben-Trarbach dagegen macht der Weihnachtsmarkt auch diesen Winter noch mal Pause. Denn der «Mosel-Wein-Nachts-Markt» finde, im Gegensatz zu anderen Weihnachtsmärkten, unterirdisch in alten Weinkeller-Gewölben – und somit in geschlossenen Bereichen und auf engstem Raum – statt. «Dies ist dem Veranstalter, der Stadt und den Betreibern einfach zu riskant», teilte die Stadt mit. Man sei sich einig, dass die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, Aussteller aber auch der Bürger absolute Priorität habe. Normalerweise lockt der Markt mehr als 150.000 Besucher in der Saison an. (dpa)

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19 KOMMENTARE

  1. Gehört zum Erwachsenwerden dazu: Die Erkenntnis, dass bestimmte Entscheidungen (zB die, sich nicht impfen zu lassen) jedem tatsächlich freigestellt sind, man dann aber auch die Konsequenzen tragen muss. Außerdem ist hier ist die Tatsache, zu welcher Gruppe man gehört, nicht durch Geburt, Geschlecht, Religion oder Geldbeutel begründet, sondern hängt allein an der Intelligenz der Person. Wer sich also ausgegrenzt fühlt, ist selbst schuld – sein freier Wille! Genauso frei wie der Wille der anderen, von Seuchen verschont zu bleiben.

    • Ach Maggielein, bist auch so ein Allesglauber was im TV kommt, hast das selbst denken anscheinend mit steigendem TV konsum verloren. Sicher glaubst noch an den Weihnachtmann…..

    • Wenn man dieses Freiheitsverständnis zugrunde legt, dann war die DDR ein freies Land. Und jede andere Diktatur auch. Denn natürlich konnte man da machen, was man wollte. Nur fand man sich nachher beim Stasi-Verhör und später im Gefängnis wieder. Wirkliche Freiheit heißt, frei entscheiden zu können, ohne durch diese Entscheidung Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Davon sind wir inzwischen ein gutes Stück weit entfernt.

  2. Ich finde bei allem Respekt, aber alle Regeln und Anordnungen weg bzw. auf freiwilliger Basis und wieder leben lassen. Die Natur hat sich schon immer selbst reguliert und die schwachen aus selektiert, nichts anderes passiert durch Covid-19. Zu viele Menschen für zu wenig Nahrung, Rohstoffe usw. da muss was passieren um den kommenden Generationen noch einen bewohnbaren Planeten zu hinterlassen. Da hilft kein Elektroauto, keine CO2 Steuer und auch kein friday for Future nur weniger Menschen um die Welt zu retten. Statt 2G, 2K Regel wobei das K für Kind steht!
    So und jetzt könnt ihr los buhlen und weiter mit sinnfreiem mimimi rumgeheule loslegen.

    • Mittels Verängstigung kann man Eltern dazu bringen, dass der Elterninstinkt durchdreht und die ursprüngliche “schützende Liebe zum Kind” zu einer Hyperbesorgnis wird, die dem Nachwuchs massiv schadet. Dann quälen die Eltern ihre Kinder etwa mit Maskenzwang, Abstand, Quarantäne und mit experimentellen Injektionen. Alles aus Liebe!
      Irgendwann hört die Verängstigung wieder auf und erst dann können Mama und Papa überhaupt erkennen, wie furchtbar sie ihr Kind seelisch und körperlich verkrüppelt haben. Dann weinen sie hoffentlich darüber, dass sie bloß 1 trieb- und affektgesteuerter Fleischklumpen sind LOL.

  3. Was scheinbar keiner versteht ist das eine Impfung immer noch eine private Entscheidung bleiben sollte und nicht durch Zwang oder eine kostenlose Bratwurst! Mal abgesehen davon das man trotz Impfung : die Krankheit immer noch bekommen kann ( auch mit schweren Verlauf) , man immer noch andere anstecken kann , eine 7 % Wahrscheinlichkeit da ist durch die Impfung schwer zu erkranken ! Übrigens: je mehr geimpfte , umso mehr Mutationen gibts . Fazit : die ganzen Impfungen sind für den Arsch !

  4. Die Weihnachtsmärkte in Luxembourg sind sowieso schöner. Ausserdem kann man, z.B. in Echternach, noch dazu prima durch die schöne Stadt und das Müllertal wandern.
    Ähnlich ist es in Remich, dort kann man prima entlang der Mosel spazieren. Zur wirtschaftlichen Abrundung Tanken nicht vergessen und Kaffee einkaufen.
    Da braucht man das zweitklassige Gedränge und Geschubse in Trier nicht und ist wilkommen.

    • Was für ein infantiles Geplapper von Ihnen hier abgesondert wird. Die Weihnachtsmärkte in Lxbg. sind schöner als die blöden deutschen. Mimimi, mein Puppenhaus ist aber größer und schöner, als deines usw.usw. Selten habe ich von einem erwachsenen(?) Menschen einen dämlicheren Beitrag gelesen.

      • Woher diese Agression, Jekyll? Woher diese Agression?
        Dein Name und dein agressives Verhalten deuten darauf hin, dass ich einen wunden Punkt getroffen habe. Was ist in deiner Kindheit passiert? Erzähl es uns. Hast Du deine Eltern auf dem Weihnachtsmarkt beim Rummachen erwischt und konntest es nicht verarbeiten? Du warst doch noch ein Knabe…

        • Herr Peter, aus welcher Hartz IV – Dynastie stammen Sie denn? In Ihren Kreisen ist es offensichtlich üblich, fremde Menschen zu “duzen” und primitiven Unfug von sich zu geben. Ich habe mit Ihnen zu keiner Zeit Schweine gehütet….

          • Schön dass Sie mich gleich mit Herr und meinem Vornamen ansprechen wie es sich für eine hochgestellte Persönlichkeit gehört.
            Sahib oder Euer Hochwohlgeboren würde aber auch reichen.

  5. P.S.: Der obenstehende Artikel zeigt ausserdem, dass es sich lohnt hartnäckig zu bleiben, denn die meisten Städte haben sich eben nohc nicht auf 2G festgelegt, wenn 40% der Leute nicht kommen ist das schon ein herber Einnahmeverlust. Nur Trier hat sich festgelegt, aber wenn man genug Geld für sprechende Mülleimer hat..
    Umgekehrt, es braucht nur einer von den Geimpften eine aus allen Poren tropfende Virenschleuder sein, schon ist das Superspreaderevent da, dann können die anderen Geimpften fluggs das Virus einfangen und andere anstecken, also besser nicht zum Trierer Weihnachtsmarkt, so oder so.

  6. Ich bin zwar geimpft werde aber diesen Blödsinn
    mit der 2G Regelung nicht unterstützten und den Trierer Weihnachtsmarkt mit Sicherheit dieses Jahr nicht besuchen. Wir werden 2 Tage nach Dortmund fahren und dort den Weihnachtsmarkt besuchen den da gilt 3G 😊und auch mal einen Luxemburger besuchen

  7. Zunächst könnte man ein ganz schlechtes Bild von seinen Mitmenschen bekommen, wenn man sich die Kommentare hier so ansieht. Aber wenn man mal die Trolle abzieht, die dafür bezahlt werden, so ziemlich jede Nachricht im Internet mit hässlichen, negativen Anmerkungen zu versehen, dann bleiben etwa 5 – 10 Menschlein übrig, die vielleicht wirklich von hier sind und dumm denken, schließlich tauchen dauernd die selben Leute auf (manchmal auch verschiedene Namen mit seeeehr ähnlichem Stil….) – und das ist doch wieder wirklich beruhigend, mit der Quote kann man leben!

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