Päpstlicher Gesandter würdigt Kirchenvater Hieronymus im Trierer Dom

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Foto: Bistum Trier / Inge Hülpes

TRIER. „Auch 1.600 Jahre nach dem Tod des heiligen Hieronymus leuchten noch immer seine Verdienste um die Verbreitung der Heiligen Schrift in die Sprache des Volkes“; das hat der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović in seiner Predigt am 26. September im Trierer Dom verdeutlicht. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Theologischen Fakultät Trier und des Gedenkens an den Fakultätspatron Hieronymus im vergangenen Jahr war Eterović zwei Tage in Trier zu Gast, wie das Bistum Trier mitteilt.

Am Vortag hatte er dem Rektor der Fakultät, Prof. Johannes Brantl, Bischof Dr. Stephan Ackermann als Magnus Cancellarius und der gesamten Fakultätsgemeinschaft bereits die Glückwünsche des Papstes überbracht. Gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann und den kroatischen Gemeinden im Bistum Trier feierte er am Sonntagmorgen im coronakonform vollbesetzten Dom Eucharistie.

„Ich freue mich, dass sie der Einladung, mit uns Eucharistie zu feiern, so zahlreich gefolgt sind“, sagte Bischof Ackermann zu den Mitgliedern der muttersprachlichen Gemeinden. Die Lesungen wurden zum Teil auf Kroatisch gehalten – und auch Eterović wechselte in seiner Predigt immer wieder zwischen Deutsch und seiner Muttersprache. Ackermann: „Ein Nuntius ist ja auch immer ein Weltbürger, doch es ist gut, sich auf seine Wurzeln zu besinnen, dort, wo man den Glauben gelernt hat.“

In seiner Predigt ging Eterović zunächst auf die Verdienste Hieronymus’ um die Übersetzung der Bibel in die damalige Volkssprache Latein ein, die auch Papst Franziskus jüngst in einem Apostolischen Schreiben hervorgehoben hatte. „Die Schriften kennen heißt, Jesus Christus kennen“, sagte der Erzbischof. Dann spannte er den Bogen von Trier zur Heimat des Kirchenlehrers, Dalmatien im Süden des heutigen Kroatiens, „wo auch ich geboren bin und wo dem Heiligen Hieronymus große Beachtung geschenkt wird. Ich grüße in ganz besonderer Weise die Gläubigen der katholisch kroatischen Missionen im Bistum Trier, die gekommen sind, unseren heiligen Patron zu verehren und seine Fürbitte zu erflehen”, so Eterović. Als Vertreter des Papstes spendete er den Gläubigen am Ende des Hochamtes den Apostolischen Segen.

Das Hieronymus-Jubiläum war bereits im vergangenen Jahr; die Würdigung musste jedoch aufgrund der Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Krise um ein Jahr verschoben werden. Das Pontifikalamt wurde von der Gitarrengruppe und dem Chor der kroatischen Mission Koblenz musikalisch mitgestaltet. Es sangen der Kathedraljugendchor unter der Leitung von Thomas Kiefer und Kantorin Kim Brunner. An der Hauptorgel spielte Josef Still, an der Chororgel Ulrich Krupp.

Weitere Informationen zu den kroatischen Gemeinden im Bistum Trier gibt es hier: www.bistum-trier.de/pfarreien-einrichtungen/dekanat-pfarrei/muttersprachliche-gemeinden/.

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