6 Millionen Hektoliter Weinmost in Rheinland-Pfalz erwartet: Moselernte unter Durchschnitt

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Weinlese Weisswein Weintrauben
Foto: dpa

BAD EMS. Die Winzerinnen und Winzer in Rheinland-Pfalz erwarten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in diesem Jahr eine leicht überdurchschnittliche Weinmosternte.

Diese werde Ende August auf rund sechs Millionen Hektoliter geschätzt, teilte die Behörde in Bad Ems am Freitag mit. Das wären 1,5 Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt, jedoch 1,4 Prozent weniger als 2020.

Die Erntemenge der weißen Moste übersteigt nach aktuellen Schätzungen mit 4,2 Millionen Hektoliter den Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2020 um rund sieben Prozent. Beim Rotmost liege die Erntemenge mit 1,7 Millionen Hektoliter auf dem Niveau des Vorjahres, hieß es. Gegenüber dem langjährigen Mittel fehlen demnach knapp zehn Prozent. Riesling ist die mit Abstand wichtigste Rebsorte im Land: Gut ein Viertel der Erntemenge beziehungsweise 1,6 Millionen Hektoliter werden erwartet. Die Erntemenge liegt knapp sechs Prozent unter der von 2020.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit knapp 2,5 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die dem langjährigen Vergleichswert entspreche, hieß es. In der Pfalz werde die Erntemenge mit 2,4 Millionen Hektoliter deutlich über dem Durchschnitt 2011 bis 2020 von 2,2 Millionen Hektoliter liegen.

An der Mosel wird mit 0,7 Millionen Hektoliter eine Erntemenge unter dem langjährigen Durchschnitt erwartet (minus 5,4 Prozent). Für das von der Flutkatastrophe im Juli betroffene Anbaugebiet Ahr sei zum jetzigen Zeitpunkt kein Ergebnis ausweisbar.

Die Ergebnisse seien noch mit Unsicherheiten behaftet, betonte das Landesamt. Veränderungen seien auch aufgrund der Witterung möglich.

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