Hoffnung vor kaltem Winter – Zerstörtes Ahr-Gasnetz wird rascher wiederhergestellt

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Der Bau der provisorischen Hochdruckleitung entlang der Weinberge macht große Fortschritte.Foto: evm

BAD NEUENAHR. Die Flutkatastrophe im Ahrtal mit 133 Toten hat auch das Erdgasnetz größtenteils zerstört – nun wird es im Großraum Bad Neuenahr-Ahrweiler laut einem Versorger wohl früher als erwartet teils noch vor der Frostperiode wiederhergestellt.

«Es ist uns gelungen, den bisherigen Zeitplan deutlich zu beschleunigen. Dazu haben im Wesentlichen der Einsatz noch schnellerer technischer Möglichkeiten, aber auch unsere erfolgreiche Akquirierung von benötigten Spezialunternehmen und Fachkräften beigetragen», teilte der Vorstandschef der Energieversorgung Mittelrhein (evm), Josef Rönz, am Dienstag mit.

Vor allem der Bau einer provisorischen Hochdruckleitung entlang von Weinbergen binnen zwölf Wochen statt wie normalerweise in zwei Jahren wird laut der evm der Schlüssel zum Erfolg sein. Die Stadtteile von Bad Neuenahr-Ahrweiler nördlich der Ahr könnten wohl schon im November wieder mit Erdgas versorgt werden – statt wie zunächst angenommen erst zwischen Dezember und März. Im Fall von Frost noch ohne Erdgasversorgung hatte der Versorger Bürgern geraten, mit Hilfe von Experten vorübergehend etwa mit Flüssiggastanks im Garten oder in kleiner Form in der Wohnung zu improvisieren. Die Stadtteile südlich der Ahr sollen bereits im Oktober wieder mit Erdgas beliefert werden.

Das evm-Versorgungsgebiet an der Ahr erstreckt sich zwischen Sinzig, Grafschaft und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rund 130 Kilometer Gasleitungen zerstörte hier die Flut am 14. und 15. Juli. Über die beschleunigten Arbeiten der evm berichtete auch die «Rhein-Zeitung». (dpa)

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