IG BAU kritisiert: Wohnungen in Trier knapp – Mieten in 6 Jahren um 22,2% gestiegen

0
Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Symbolbild

TRIER. „Für die Mieten in Trier gibt es seit Jahren nur eine Richtung – nämlich immer nach oben“, sagt Marc Steilen. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Saar-Trier beruft sich dabei auf eine Mietpreis-Analyse des Pestel-Instituts, wie der Bezirksverband Saar-Trier der Gewerkschaft mitteilt.

Im Fokus der Untersuchung steht der Anstieg der Kosten fürs Wohnen, die der Staat übernimmt, wenn Haushalte auf Hartz IV angewiesen sind: Selbst die Kaltmiete für Wohnungen mit einfachem Standard ist demnach in Trier von 6,90 Euro pro Quadratmeter (im Januar 2015) auf 8,40 Euro (im April 2021) enorm angestiegen – ein Plus von 22,2 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise haben im gleichen Zeitraum deutlich weniger zugelegt – nämlich um 9,8 Prozent, so das Pestel-Institut. „Die neue Bundesregierung muss sich enorm ins Zeug legen und für mehr Wohnungen sorgen“, so Marc Steilen. Es fehlten vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen – gerade auch in Trier.

„Die Situation in Trier ist damit Teil der bundesweiten Misere auf dem Wohnungsmarkt“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Das Drehen an der Mietspirale müsse ein Ende haben. „Die Mieten müssen wieder runter. Dafür muss der Neubau aber deutlich nach oben gehen – vor allem bei den bezahlbaren Wohnungen und bei Sozialwohnungen“, fordert Feiger. Deshalb müsse die neue Bundesregierung „schleunigst ein dickes Wohnungsbau-Paket“ auf den Weg bringen.

„Damit das passiert, ist eine Botschaft wichtig: Das Wohnen fängt beim Wählen an“, so Feiger. Der IG BAU-Chef appelliert deshalb, „einen kritischen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen und genau zuzuhören, was von denen kommt, die in den Bundestag und ins Kanzleramt wollen“. Es gebe Parteien, die bereits klare Zielmarken beim Neubau von Wohnungen gesetzt hätten. Andere dagegen blieben vage und vermieden konkrete Zahlen.

Dazu startet die IG BAU jetzt einen „Lockruf in die Wahlkabine“ – mit Wahl- Clips und der Aufforderung: „… iXen gehen!“. Es sind Film-Spots mit skurrilen Szenen und kuriosen Charaktertypen.

Die IG BAU will damit einen „Weckruf zur Wahl“ machen: „Es geht darum, die Probleme, die den Menschen auf den Nägeln brennen, klar auf den Punkt zu bringen – mit einem Augenzwinkern. Ob per Briefwahl am Küchentisch oder am 26. September in der Wahlkabine: Wichtig ist, dass die Menschen wählen gehen“, sagt der IG BAU- Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Hier geht es zum Wahl-Clip „Wohnen“ mit einem „Luxus-Loft-Dealer“: www.igbau.de/wohnungen-wählen.

Vorheriger ArtikelTrierer Programm zum Tag des offenen Denkmals
Nächster ArtikelLuxemburg: Autofahrer will Radfahrer belehren – der schlägt eiskalt zu und fährt weiter!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.