Zu wenig Sonne, zu viel Regen – Getreideernte bleibt unter hohen Erwartungen

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Foto: dpa-Archiv

REGION. Zu wenig Sonne, zu viel Regen – die Getreidebauern im südlichen Rheinland-Pfalz sind mit der Ernte in diesem Jahr nur bedingt zufrieden. Nach hervorragenden Prognosen bis Mitte Juni sei jetzt in vielen Betrieben die Enttäuschung groß, sagte der Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt, am Donnerstag in Bischheim (Donnersbergkreis). «Die Ernte bleibt hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt aber werden wir eine durchschnittliche Ernte haben.» Bei der Qualität müssten teilweise Abstriche gemacht werden, was sich über den Preis auf den Erlös der Betriebe auswirke.

Auf sich ändernde Ernährungsgewohnheiten reagieren die Landwirte mit dem Anbau neuer Kulturen. Der Vorsitzende des Fachausschusses Pflanzenbau im Bauernverband, Adolf Dahlem, nannte dabei Dinkel als Trendgetreide mit ernährungsphysiologischen Vorteilen, Hafer mit der wachsenden Bedeutung als Milchersatz in der veganen Ernährung sowie Futtererbse und Weiße Lupine als Grundlage für Fleischersatzprodukte. «Diese Kulturen machen die Landschaft vielfältiger, stellen aber auch neue Anforderungen an die Landwirte», sagte Dahlem.

Der Verlauf der Getreideernte spiegelt die klimatischen Unterschiede zwischen den Regionen. «Wir haben ein starkes West-Ost-Gefälle beim Fortschritt der Getreideernte», sagte Hartelt. In der Westpfalz stünden noch 90 Prozent des Getreides auf den Feldern. Hingegen hätten die Betriebe in Rheinhessen, Richtung Mainz und Worms, die Ernte schon weitgehend abgeschlossen. Auch im Norden des Landes, den der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau vertritt, hoffen die Bauern noch auf trockenes Wetter für den Beginn der Getreideernte. (dpa)

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