Angespannter Blick auf Wetterlage: Krisenstab in Flutregion bereitet sich auf neuen Regen vor

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BAD NEUENAHR-AHRWEILER. In der Katastrophenregion im Ahrtal bereitet man sich derzeit auf angekündigte neue Regenfälle an diesem Wochenende vor.

Nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes bestehe für die Ahr aber „keine richtige Hochwassergefahr“, sagte der Leiter des Krisenstabes, Thomas Linnertz, am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Das heißt: Es wird keine Evakuierungsnotwendigkeit für das ganze Ahrtal bestehen.“

Es könne aber sein, dass wegen erwarteter lokal begrenzter Starkregenereignisse ab Samstagnachmittag in manchen Gebieten die Menschen aufgefordert werden müssten, ihre Häuser zu verlassen, sagte Linnertz. Denn es gebe ein Problem mit dem Oberflächenwasser, das wegen zerstörter oder verstopfter Kanäle möglicherweise dann nicht abfließen könne. Man sie derzeit dabei zu versuchen, noch Teile freizubekommen.

Noch seien die genauen Bereiche, wo das Oberflächenwasser zum Problem werden könne, nicht definiert. Dies solle noch im Laufe des Tages geschehen. Die Bevölkerung solle dann in den wohl „sehr begrenzten Gebieten“ mit Lautsprecherdurchsagen gewarnt werden. Zusätzlich zu den bestehenden Notunterkünften werde derzeit eine weitere für 1000 Menschen in der Verbandsgemeinde Grafschaft vorbereitet. Der Transport mit Bussen sei vorgeplant.

Um die Wasserstände besser kontrollieren und ablesen zu könne, werden laut Linnertz derzeit mobile Pegel installiert. „Wir sind soweit ganz gut vorbereitet“, sagte er. Es sei spürbar, dass die Menschen in der Region die Frage nach der Wetterlage am Wochenende „im Moment sehr bewegt“.

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