Schadensprüfung wird fortgesetzt – Dreyer besucht Helfer

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Angela Merkel und Malu Dreyer sprechen mit Helfern in Adenau. Foto: Christof Stache/POOL AFP/dpa

KOBLENZ/MAINZ. Nach den schweren Überschwemmungen werden Fundamente von Häusern und Brücken geprüft. Auch das Aufräumen geht weiter. Ministerpräsidentin Dreyer will sich im Gespräch mit Einsatzkräften informieren.

Knapp eine Woche nach der Hochwasserkatastrophe werden Aufräumarbeiten und Schadensprüfungen in Rheinland-Pfalz am Mittwoch fortgesetzt. Wie die Staatskanzlei in Mainz mitteilte, will sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Nürburg (Eifel) ein Bild von den Einsatzkräften, ihren Fahrzeugen und Gerätschaften machen (18.00 Uhr). Dazu werde die SPD-Politikerin auf dem Nürburgring erwartet – das Fahrerlager der traditionsreichen Rennstrecke dient in diesen Tagen als Zentrum für die Bereitstellung der Helfer.

Ebenso wurde auf dem Gelände eine Sammelstelle für Sachspenden eingerichtet, die von Freiwilligen sortiert und den Einsatzkräften mitgegeben werden, die sie direkt an Flutopfer verteilen. Dreyer werde den Bereitstellungsraum besuchen und sich im Gespräch mit den Verantwortlichen bei einem Rundgang informieren, hieß es.

Die Landesregierung hatte für Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz am Dienstag Soforthilfen bis zu 3500 Euro pro Haushalt beschlossen. Das Geld soll ohne Bedürftigkeitsprüfung schnellstmöglich über die Kreisverwaltungen ausgezahlt werden, teilte die Staatskanzlei mit. Darüber hinaus seien auf dem Spendenkonto der Landesregierung mehr als 6,2 Millionen Euro an Privatspenden eingegangen. Das Geld soll über Kreisverwaltungen verteilt werden.

Dreyer sprach von einer «beispiellosen Spendenbereitschaft». Das Leid vieler Menschen sei unermesslich. «Umso wichtiger ist dieses starke Signal der Solidarität mit der Region. Es ist für die Menschen vor Ort wichtig zu erfahren, dass sie in ihrem Leid nicht alleine sind.»

Ein Sprecher der Polizei in Koblenz hatte die Zahl der Todesopfer der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler am Dienstag mit 122 angegeben. Die Zahl der Verletzten stieg demnach auf 763. Aktuell würden noch 155 Menschen vermisst.

Außer den Kreis Ahrweiler hatte es etwa auch Trier-Ehrang getroffen. Hier kommen die Aufräumarbeiten gut voran, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Unterstützung sei groß, so gingen etwa Ehrenamtliche durch die Straßen und verteilten Essen. Die Kommune suche aber weitere Helfer. In einigen Straßen sei schweres Gerät aufgrund der Enge schlecht einsetzbar. Daher müsse viel Sperrmüll mit der Hand in Fahrzeuge getragen werden. (dpa)

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