Suche nach Opfern: Luftbildaufnahmen sollen helfen

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Die Reste von zwei Brücken ragen aus dem Schutt entlang des Flusses Ahr. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

AHRWEILER. Die aufwendigen Such- und Rettungsmaßnahmen in den teils völlig zerstörten Ortschaften in Rheinland-Pfalz dauern auch am Sonntag an. Die Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler hat bislang 110 Todesopfer gefordert, 670 Menschen wurden verletzt. «Es ist zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukommen», berichtete die Polizei in Trier.

Mehrere Hubschrauber haben Luftbildaufnahmen des betroffenen Gebiets gefertigt. Mithilfe dieser Aufnahmen suchen Rettungskräfte am Boden gezielt und systematisch die Sektoren ab. Der Einsatz von Drohnen war nicht möglich, um die Hubschrauber keiner Gefahr auszusetzen. Das Absuchen des gesamten Geländes soll am Sonntag bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. Über weitere Suchmaßnahmen werde dann erneut entschieden, hieß es bei der Polizei.

Man sei seit Beginn der Flut am späten Mittwochabend «durchgehend mit sehr starker Kräftepräsenz im Einsatzraum», berichtete die Polizei. In vielen Orten sei noch immer das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Die Polizei warnt weiter alle Betroffenen im Katastrophengebiet vor freiliegenden Stromleitungen. Unter Umständen könnten Stromleitungen auch noch aus mehreren Metern und auch ohne direkten Kontakt lebensgefährlich sein.

«Wir bitten die Bevölkerung weiterhin, das Ahrtal weiträumig zu umfahren», appellierten die Einsatzkräfte. Durch das Unwetter ist eine Vielzahl der Straßen im Ahrtal gesperrt oder nicht mehr befahrbar. (dpa)

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